Grevenbroich
Arbeiter stürzen auf Kraftwerksbaustelle in den Tod

Auf der Baustelle eines neuen Braunkohlekraftwerks in Grevenbroich bei Köln ist ein Stahlgerüst teilweise eingestürzt und mehr als 100 Meter in die Tiefe gefallen. Mindestens drei Arbeiter wurden mitgerissen und starben.

HB KÖLN. Aus Sicherheitsgründen habe man die Todesopfer bislang nicht bergen können, erklärte ein Sprecher des Landkreises Neuss in Nordrhein-Westfalen. Eine Person werde noch vermisst. Auf der Baustelle des RWE-Braunkohlekraftwerks hatten sich am Donnerstag Nachmittag bei Montagearbeiten Teile eines Stahlgerüsts gelöst. Diese stürzten aus mehr als 100 Metern Höhe zu Boden. Nach neuesten Angaben des Bauherren RWE hatte die Stahlkonstruktion ein Gesamtgewicht von mehr als 450 Tonnen. Sechs Arbeiter wurden bei dem Unglück verletzt, einige von ihnen schwer. Die Unfallursache ist noch nicht geklärt.

„Die Bergungsarbeiten werden am Freitag fortgesetzt“, sagte ein RWE-Sprecher. Jedoch müsse die Baustelle bei Tageslicht erst einmal gesichert werden. Die Polizei sperrte den Unfallort großräumig ab und nahm die Ermittlungen auf. Nach RWE-Angaben ruhe die Arbeit auf der Baustelle mindestens bis zum kommenden Montag.

RWE errichtet in Grevenbroich-Neurath zwei neue Kraftwerksblöcke. Der Energieriese investiert ungefähr 2,2 Milliarden Euro in die Anlage, das Braunkohlekraftwerk zählt damit zu den Prestigeobjekten des Unternehmens. Einem Sprecher zufolge arbeiten insgesamt zwischen 600 und 800 Menschen auf der Großbaustelle. Der Essener Energiekonzern hatte 2006 mit dem Bau des 2 200-Megawatt-Doppelblocks begonnen. 2009 soll das neue Kraftwerk ans Netz gehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%