Griechenland
Waldbrände: Olympia zunächst außer Gefahr

In Griechenland sind sind binnen 24 Stunden 89 neue Feuer ausgebrochen. Das hat Feuerwehrsprecher Nikos Diamandis am Montagmorgen mitgeteilt. Auch in der Umgebung des antiken Olympia brannte es weiter, wenngleich die Stätte den Angaben zufolge selbst nicht mehr unmittelbar bedroht war. Die Zahl der Toten ist unterdessen gestiegen.

HB OLYMPIA. 28 der neuen Feuer seien als besonders gefährlich einzustufen, sagte Feuerwehrsprecher Diamandis. Landesweit seien 20 Löschflugzeuge und 19 Hubschrauber im Kampf gegen die Flammen im Einsatz.

Bei den Feuern, die inzwischen in mehr als der Hälfte des Landes brennen, kamen seit Freitag mindestens 60 Menschen ums Leben. Die Regierung hat im ganzen Land den Notstand ausgerufen. Die Europäische Union leitete die größte Unterstützungsaktion für ein Mitgliedsland seit der Schaffung eines Zivilschutz-Mechanismus 2001 ein.

Den Löschmannschaften gelang es am Sonntag mit Unterstützung aus der Luft, Flammen von der antiken Stätte Olympia auf der südlichen Halbinsel Peloponnes fernzuhalten. Nur wenige Meter vom Museum des Weltkulturerbes entfernt konnten die Flammen, die nach Angaben der Feuerwehrleute manchmal bis zu hundert Meter hoch loderten, gestoppt werden. Zwei Feuerwehrleute wurden dabei verletzt.

Neue Brandherde brachen an vielen Orten aber schneller aus als alte gelöscht werden konnten. Allein am Sonntag wurden 63 neue Feuer registriert, etwa 40 davon konnten bis zum späten Abend unter Kontrolle gebracht werden.

Mehr als ein Dutzend Staaten sind dem griechischen Hilferuf nach Unterstützung im Kampf gegen die Jahrhundert-Waldbrände gefolgt. Deutschland entsendet drei Hubschrauber. Außenminister Frank-Walter Steinmeier bot die Hilfe am Samstag in einem Telefonat mit seiner griechischen Kollegin Dora Bakojannis an.

Russische Löschflugzeuge helfen den Griechen bereits seit Ende Juli bei der Bekämpfung der Waldbrände, die sich seit Freitag vor allem im Süden unkontrolliert ausbreiten. Auch Frankreich, Spanien, Norwegen und Italien entsandten Löschflugzeuge. Die Schweiz unterstützt die griechischen Feuerwehrkräfte mit vier Superpuma-Hubschraubern. Österreich kündigte die Entsendung zweier Hubschrauber und eines Transportflugzeugs sowie von 20 Feuerwehrleuten an. Israel, Rumänien, Slowenien, Serbien, die Niederlande und Zypern sagten ebenfalls ihre Hilfe zu.

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