„Grober Machtmissbrauch“ Nach #MeToo denkt Monica Lewinsky anders über ihre Affäre mit Clinton

Monica Lewinsky stellt wegen der #MeToo-Debatte die Einvernehmlichkeit ihrer Affäre mit Präsident Clinton infrage.
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#MeToo habe ihr aber die Auswirkungen des „enormen Machtgefälles“ zwischen ihr und dem damaligen US-Präsidenten bewusst gemacht. Quelle: Reuters
Weiße-Haus-Praktikantin Monica Lewinsky im Jahr 1998

#MeToo habe ihr aber die Auswirkungen des „enormen Machtgefälles“ zwischen ihr und dem damaligen US-Präsidenten bewusst gemacht.

(Foto: Reuters)

WashingtonDie wohl bekannteste Praktikantin des Weißen Hauses, Monica Lewinsky, sieht durch die #MeToo-Bewegung ihre Affäre mit dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton in neuem Licht. Es habe sich um „groben Machtmissbrauch“ gehandelt, schreibt die heute 44-Jährige in einem Essay für die Märzausgabe des Magazins „Vanity Fair“. Clinton musste sich auf die Affäre hin im Jahr 1998 einem Amtsenthebungsverfahren stellen. Lewinsky war damals 22 – und damit 27 Jahre jünger als der Präsident.

Lewinsky bleibt dabei, dass die Affäre mit Clinton einvernehmlich gewesen sei. #MeToo habe ihr aber die Auswirkungen des „enormen Machtgefälles“ zwischen ihnen bewusst gemacht. „Ich beginne darüber nachzudenken, ob die Idee der Einvernehmlichkeit unter solchen Umständen überhaupt Sinn ergibt“, schreibt sie. Das ändere nichts daran, dass auch sie einen Teil der Verantwortung für die Vorfälle trage, schreibt Lewinsky weiter. Doch wie bei vielen anderen Frauen, die mit der #MeToo-Bewegung aufstünden, sei es Sex mit ihrem Chef gewesen – einem älteren, mächtigen Mann mit „genug Lebenserfahrung, um es besser zu wissen“. Die Bewegung gebe diesen Frauen nun „Sicherheit durch Solidarität“. Vor der Courage der Frauen, die als erste aufgestanden seien und einen Wandel gefordert hätten, habe sie große Ehrfurcht, schreibt Lewinsky.

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  • dpa
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