Großbrand versetzt Madrid in Panik
Explosion in Madrider Umspannwerk

Ein Feuer in einem Umspannwerk im Zentrum der spanischen Hauptstadt Madrid hat am Donnerstag zu einer Explosion geführt. Vier Monate nach den Terroranschlägen von Madrid hat dies die Einwohner in Panik versetzt.

HB MADRID. Mindestens ein Dutzend Menschen erlitt Rauchvergiftungen, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Ein Attentat als Ursache sei zwar unwahrscheinlich, könne aber nicht völlig ausgeschlossen werden. Das Feuer war in einem Strom-Umspannwerk nahe dem Atocha-Bahnhof ausgebrochen, wo bei dem Anschlag vom 11. März Dutzende Menschen getötet worden waren. Wegen brennbarer Chemikalien in dem Werk gab es mehrere Explosionen. Vielerorts fiel der Strom aus, auf den Straßen herrschte ein Verkehrschaos.

Bis zum Nachmittag konnte das Feuer nicht unter Kontrolle gebracht werden. Die Flammen griffen auf ein im Bau befindliches Hochhaus über und brachten es zum Einsturz. Auch eine anliegende Tankstelle lief Gefahr, von dem Brand erfasst zu werden. Das nahe gelegene Prado- Museum, das wichtigste Spaniens, wurde evakuiert. Mehrere Wohnhäuser und Regierungsgebäude, darunter das Gesundheitsministerium, ebenfalls geräumt. Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz. Es sei einer der verheerendsten Brände der vergangenen 20 Jahre, sagte ein Sprecher.

Im Parlament, der Börse sowie in mehreren Hotels, Restaurants, Geschäften und Haushalten fiel der Strom aus. Das gesamte Zentrum der Drei-Millionen-Metropole war weiträumig gesperrt, auch auf einer U- Bahn-Linie musste der Verkehr eingestellt werden. Die riesige Rauchwolke war 30 Kilometer weit zu sehen. Die Rettungsdienste bauten zwei große Zelte zur Versorgung der Opfer auf. Die Szenen glichen denen vom 11. März, viele Spanier fühlten sich an die Anschläge erinnert, bei denen 191 Menschen getötet und fast 1500 verletzt worden waren.

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