Großbritannien: Geldtransporter der Millionenräuber entdeckt

Großbritannien
Geldtransporter der Millionenräuber entdeckt

Die englische Polizei hat den Lastwagen gefunden, mit dem Gangster vor einer Woche die Millionenbeute des größten Geldraubs in der britischen Geschichte abtransportiert haben. Zudem stürmten Fahnder eine Farm, auf der die notorisch spekualtionsfreudige britische Presse schon die Beute wähnt.

HB LONDON. Bilder des weißen Siebentonnen-Lasters vom Typ Renault wurden am Dienstag veröffentlicht. Am selben Tag nahmen die Ermittler eine weitere Frau als Tatverdächtige fest. Derweil dauerte die Durchsuchung einer zuvor gestürmten Farm in Südostengland auch am Abend noch an. Es wurde vermutet, dass die Gangster dort ihre Geiseln gefangen gehalten haben.

Britische Medien sprachen von wichtigen Fahndungserfolgen. Möglicherweise stünden die Ermittlungen kurz vor einem Durchbruch - nur eine Woche nachdem die als Polizisten getarnten Täter bei dem Überfall auf das Gelddepot in der südostenglischen Ortschaft Tonbridge umgerechnet fast 80 Millionen Euro erbeutet hatten.

Am Dienstagnachmittag hatten Ermittler einen großen Bauernhof in der südostenglischen Grafschaft Kent gestürmt. In einem der Farmhäuser sollen vor einer Woche der Direktor des Gelddepots sowie dessen Frau und Kind festgehalten worden sein. Etliche Polizisten durchkämmten nicht nur die Häuser der Farm, sondern untersuchten auch den Boden in der Umgebung.

Reporter von Fernsehsendern äußerten die Vermutung, dass die Ermittler der Beute des Raubs auf die Spur gekommen seien. Unter anderem wurde ein Brunnenschacht als potenzielles Geldversteck untersucht. Die Polizei wollte zu dem Großeinsatz, den Fernsehsender live von Hubschraubern aus verfolgten, zunächst keine Angaben machen.

Ein Polizeisprecher bat lediglich um weitere Unterstützung der Bevölkerung. Besonders gefragt seien jetzt Informationen von Zeugen im Zusammenhang mit dem als Geldtransporter benutzten Lastwagen. Insgesamt hat die Polizei nunmehr im Zusammenhang mit dem Raub zwölf Personen festgenommen, von denen allerdings acht wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

Derweil wird der inzwischen neunjährige Sohn des Gelddepot- Direktors als Held gefeiert. Nach Angaben britischer Medien hat er nach dem Überfall die gefesselten Wachmannschaften des Depots befreit. Der Junge konnte sich aus einem Stahlkäfig herausschlängeln, in den ihn die Täter zusammen mit seiner Mutter eingeschlossen hatten. Dann gelang es ihm, auch seine Mutter und die Angestellten aus den Käfigen herauszuholen.

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