Große Hilfsbereitschaft
Deutsche spenden im Stundentakt

Mit großer Hilfsbereitschaft reagiert die deutsche Bevölkerung auf die Hurrikan-Katastrophe im Süden der USA. Das berichtete das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Freitag. Spenden träfen im Stundentakt ein, sagte DRK-Sprecher Christian Martin. Das Geld werde dem Amerikanischen Roten Kreuz (American Red Cross) übergeben.

HB HAMBURG. Die Lage vor Ort sei noch sehr unübersichtlich; die Helfer kümmerten sich derzeit vor allem um die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser. Zudem würden Zeltstädte errichtet und Turnhallen zu Notunterkünften umfunktioniert. An diesem Wochenende sollen auch in Gottesdiensten Spenden für das Katastrophengebiet gesammelt werden.

Deutsche Hilfe vor Ort ist zunächst nicht vorgesehen. Es sei nicht wahrscheinlich, dass sie angefordert werde, sagte der DRK-Sprecher. „Wenn, dann wird es technisches Material sein, Wasseraufbereitungsanlagen zum Beispiel.“ Auch die zehn Hilfsorganisationen unter dem Dach der Aktion Deutschland Hilft (ADH) haben für die Opfer des Hurrikans „Katrina“ zu Spenden aufgerufen. „Wir sind erleichtert, dass die amerikanische Regierung angesichts der Ausmaße dieser Katastrophe die Hilfsangebote aus dem Ausland annimmt“, sagte ADH-Geschäftsführerin Manuela Rossbach.

In den verwüsteten Regionen der Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama fehlten Nahrungsmittel, sauberes Trinkwasser, Medikamente und Transportmittel, um zehntausende Menschen in Sicherheit zu bringen, betonte die ADH. Zu dem Bündnis gehören unter anderem Care, action medeor, World Vision und die Johanniter. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) International kündigte an, Spenden für die Hurrikan-Opfer an die ADH weiter zu gegeben. Direkte Hilfe werde gerne geboten, falls die USA sie anfordere.

Auch die Hilfsorganisation Malteser schickt keine deutschen Helfer ins Katastrophengebiet, sondern unterstützt die amerikanischen Malteser. Der Malteser-Orden in den USA sei mit lokalen Kräften für die Opfer des Hurrikans im Einsatz, sagte der Generalsekretär von Malteser International, Ingo Radtke, in Köln. „Spontan haben wir 100 000 Dollar aus eigenen Mitteln bereitgestellt“, sagte Radtke. Weltweit werde zu Spenden aufgerufen, damit die amerikanischen Malteser beim Wiederaufbau helfen könnten, der vor allem die Ärmsten der Armen erreichen soll. „Die USA sind aber kein Zielland für humanitäre Hilfe, weil sie selbst über ungeheure Kräfte verfügen.“

Der Ratschef der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, rief zu Solidarität und Spenden für die Opfer des Hurrikans in den USA auf. Die Bilder aus dem Katastrophengebiet seien erschütternd und kaum zu begreifen, sagte Huber in Hannover. „Auch in dem scheinbar reichen Land USA hat es wieder die Ärmsten am schlimmsten getroffen“, meinte er. „Unsere Fürbitte und unsere Solidarität gelten allen Opfern des Hurrikans.“

Spedenadressen:

Die EKD unterstützt über die „Diakonie-Katastrophenhilfe“ deren Partner in den USA. DRK-Spendenkonto: „Soforthilfe USA“, Bank für Sozialwirtschaft, Kontonummer: 414141, BLZ 37020500

Aktion Deutschland Hilft (ADH): Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Spendenkonto 10 20 30, Stichwort: Hurrikan Katrina (Internet: www.aktion-deutschland-hilft.de)

Care International: Sparkasse KölnBonn, BLZ 380 500 00, Kontonummer 4 40 40, Stichwort: Wirbelsturm, Onlinespenden unter www.care.de

Diakonie Katastrophenhilfe: Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, Kontonummer 502 707, Onlinespenden unter www.diakonie- katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international: Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00, Kontonummer 202, Onlinespenden unter http://spende.caritas-international.de

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