Große Schäden
Orkantief „Emma“ zieht sich zurück

Das Orkantief „Emma“ hat in Deutschland und anderen europäischen Ländern große Schäden verursacht. Mindestens elf Menschen kamen infolge des Unwetters ums Leben. Mittlerweile befindet sich „Emma“ auf dem Rückzug – doch die Wettervorhersagen für die kommende Woche verheißen nichts Gutes.

HB HAMBURG. Nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und von Meteomedia bleibt es zwar auch am Sonntag noch stürmisch, doch das das Schlimmste ist überstanden.

Der DWD hob am Samstagabend die Unwetterwarnung für den Westen Deutschlands auf. Das Sturmfeld sei in den meisten Bundesländern schwächer geworden, hieß es. Nur vereinzelt wurden an Nord- und Ostsee sowie in Berglagen in der Nacht zum Sonntag noch Böen der Stärke 12 gemessen.

Am Samstag hatte „Emma“ Häuser abgedeckt, Bauzäune oder Schilder herausgerissen, Straßen unpassierbar gemacht, zu Stromausfällen, Behinderungen im Reiseverkehr und an der Nordsee zu Sturmfluten geführt. In Süddeutschland gab es am Samstag, dem meteorologischem Frühlingsanfang, heftige Hagelschauer, Schnee, Gewitter und Überschwemmungen.

Vielerorts erreichte „Emma“ Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde. Den Rekordwert registrierte der Wetterdienst Meteomedia mit 222 km/h auf dem 1838 Meter hohen Wendelstein in den Bayerischen Alpen.

Mindestens drei Menschen fielen dem Orkan in Deutschland zum Opfer, zwei starben in Tschechien, vier in Österreich. Darunter waren nach Angaben der österreichischen Polizei zwei deutsche Urlauber.In Polen kamen der Feuerwehr zufolge zwei Menschen ums Leben. „Wir haben großes Glück gehabt, dass der Sturm auf einen Samstagmorgen fiel“, sagte Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. An einem normalen Arbeitstag wären mehr Menschen unterwegs gewesen.

Auf der Strecke Berlin-Leipzig fuhr am Samstagabend eine Regionalbahn gegen einen umgestürzten Baum. Von den 150 Fahrgästen wurde niemand verletzt. In Heidelberg drohte der Neckar wegen der starken Regenfälle über die Ufer zu treten. Das Geschehen sei teilweise „dramatisch“ gewesen, sagte Jörg Kachelmann vom Wetterdienst Meteomedia. „Emma“ sei aber „nicht so großflächig wie „Kyrill““. Der Orkan hatte im Januar 2007 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 202 Kilometern pro Stunde eine Schneise der Verwüstung durch Europa geschlagen. 47 Menschen starben, 11 davon in Deutschland.

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