Großes Gefährdungspotenzial
Jährlich 50 Mrd. Euro Schaden durch Wirtschaftsspione

Durch Wirtschaftsspionage werden in Deutschland laut einer neuen Studie jährlich Unternehmensinformationen im Wert von rund 50 Mrd. Euro gefährdet. Betroffen sind besonders kleine und mittlere Unternehmen.

HB STUTTGART. zitiert die Nachrichtenagentur ddp.vwd eine am Mittwoch veröffentlichten Erhebung der Universität Lüneburg. Danach tun vor allem mittelständische Betriebe viel zu wenig für den Schutz ihres Wissens.

Die Studie wurde vom Sicherheitsforum Baden-Württemberg in Auftrag gegeben, das unter anderem von der Landesregierung, Wirtschaftsverbänden, dem Landesverfassungsschutz und den Konzernen DaimlerChrysler und SAP ins Leben gerufen wurde. Sie bietet bundesweit erstmals wissenschaftliche Daten zur Wirtschaftsspionage auf der Grundlage einer Befragung von 400 baden-württembergischen Industrieunternehmen.

Ungewollter Informationsabfluss kommt häufig vor

Nach den Ergebnissen beläuft sich das Gefährdungspotenzial für Produktideen und Produktionswissen allein in Baden-Württemberg auf jährlich sieben Mrd. Euro. Der tatsächlich schon entstandene Schaden beträgt eine Mrd. Euro. Bundesweit dürfte er bei sechs Mrd. bis sieben Mrd. Euro liegen, wobei es sich dabei nach Angaben des Projektleiters Egbert Kahle vom Lüneburger Institut für Betriebswirtschaftslehre um eine reine Hochrechnung handelt.

Aus der Erhebung geht weiter hervor, dass mehr als zwei Drittel aller befragten Unternehmen bereits Opfer von ungewolltem Informationsabfluss waren. Die meisten Betriebe geben dennoch weniger als 50 000 Euro pro Jahr für Sicherheitsmaßnahmen aus. Bei den kleinen Unternehmen belaufen sich die Aufwendungen für die Sicherung ihres Know-hows auf nur 0,1 % ihres Umsatzes.

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