Großfeuer in Treibstofflager
Die Feuerwehr hat obsiegt

Seit Sonntag brennt ein Treibstofflager nahe London. Die Feuerwehr hat den Großbrand nun aber unter Kontrolle. Zwischenzeitlich wurde es aber noch einmal brenzlig.

HB LONDON. Noch im Laufe des Dienstags könnten wahrscheinlich auch die restlichen Flammen erstickt werden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Nach einer Unterbrechung konnten in der Nacht die Feuer weiterer Benzintanks gelöscht werden. Am Morgen brannten nur noch 3 von ursprünglich 20 Großtanks. Wie die Einsatzleitung mitteilte, waren in der Nacht 150 Feuerwehrmänner im Einsatz, um das Feuer in dem Treibstofflager Buncefield im Nordwesten der britischen Hauptstadt zu bekämpfen.

Aus Sicherheitsgründen waren die Einsatzkräfte am Abend zunächst abgezogen worden. Die Einsatzleitung hatte befürchtet, dass ein Tank mit zunächst unbekanntem Inhalt explodieren könnte. „Wir wollen nicht unnötig Menschenleben riskieren, der Umweltschaden ist schon schlimm genug“, sagte Einsatzleiter Roy Wilsher. Nach Klärung des Inhalts in dem besonders intensiv brennenden Tank wurden die Löscharbeiten wieder aufgenommen.

Die Belastungen für die Feuerwehrleute seien extrem, teilte die Einsatzleitung mit. Insgesamt seien Brandbekämpfer aus 16 Orten im Einsatz. Bei der Explosion des Tanklagers nahe der Ortschaft Hemel Hempstead und des Flughafens Luton waren am Sonntag 43 Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Die genauen Ursachen sollen von einer Regierungskommission ermittelt werden, teilte der stellvertretende Premierminister John Prescott im Unterhaus mit. Ein Terrorakt könne aber ausgeschlossen werden.

Wie die britische BBC berichtete, verbrachten 36 Familien die Nacht in Notunterkünften. Die übrigen Bewohner der Region wurden wegen der starken Rauchentwicklung aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben und alle Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Schulen in einem Radius von rund 17 Kilometern um das Tanklager bleiben auch am Dienstag geschlossen. Auf Satellitenbildern war zu sehen, dass sich die Rauchsäule auf einer Strecke von rund 120 Kilometern über Südengland in Richtung Frankreich ausbreitet.

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