Großstadt Chabarowsk kommt glimpflich davon
Giftteppich mittlerweile stark verdünnt

HB MOSKAU. Die letzten Flecken des Giftteppichs auf dem russischen Strom Amur haben am Mittwoch die Großstadt Chabarowsk im Fernen Osten passiert. Mittlerweile seien die Giftstoffe aus der Explosion einer Chemiefabrik im benachbarten China im Wasser stark verdünnt, so dass die zulässigen Grenzwerte nicht erreicht würden, teilten die regionalen Behörden mit.

Nach Angaben von Zivilschützern trieb die Spitze der Giftflut 150 Kilometer stromabwärts von Chabarowsk durch das Siedlungsgebiet der Nanaier. Am Amur leben zahlreiche kleine Völkerschaften, die nur wenige tausende oder hunderte Menschen zählen und deren Lebensgrundlage der Fischfang ist. Auch wenn keine akute Gefahr besteht, sind nach Einschätzung russischer Experten die langfristigen Folgen für die Fischbestände und damit das Leben der Ureinwohner des russischen Fernen Ostens nicht absehbar.

In den weiter flussabwärts gelegenen Städten Amursk und Komsomolsk-am-Amur bereiteten sich die Behörden auf das Eintreffen der Giftflut in den ersten Januartagen vor. Das Trinkwasser dieser Städte werde zwar aus dem Amur entnommen, doch es stehe genügend Aktivkohle zum Filtern bereit. Bei der Explosion in einer Chemiefabrik der chinesischen Stadt Jilin waren am 13. November etwa 100 Tonnen Giftstoffe in den Fluss Songhua geraten. Von dort floss das Gift in den Amur und strömt jetzt weiter zum Ochotskischen Meer.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%