Grubenunglück
181 Bergleute in chinesischen Kohlegruben vermisst

In der ostchinesischen Stadt Xintai werden nach einem Wassereinbruch in zwei verschiedenen Kohlegruben insgesamt 181 Menschen vermisst.

HB PEKING. Zusätzlich zu 172 vermissten Bergarbeitern wird in einer anderen Grube nach neun weiteren Kumpeln gesucht, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag berichtete. Zunächst war der Einbruch von Oberflächenwasser in ein Bergwerk des Betreibers Huayuan Mining in der Provinz Shandong gemeldet worden. Bereits am Freitag hatten dort Regenfälle dazu geführt, dass der nahe gelegene Wen-Fluss angeschwollen war und einen Damm durchbrochen hatte. Das Flusswasser überschwemmte durch einen alten Schacht die Kohlegrube.

Nachdem der Regen am Samstagvormittag aufgehört hat, sind die Rettungsarbeiten nun in vollem Gange. Rund 2000 Soldaten sowie Polizisten und Grubenarbeiter beteiligten sich laut Xinhua an der Suche nach den Vermissten. Zurzeit des Unglücks hätten 756 Kumpel in der Huayuan-Grube unter Tage gearbeitet. Bis Freitagabend seien dort 584 Bergleute gerettet worden, sagte Xu Qinyu, Geschäftsführer des Betreiberunternehmens. Bei dem zweiten Unglück in der Minggong- Kohlegrube konnten 86 Arbeiter gerettet werden. Jedes Jahr kommen durch Unfälle in chinesischen Bergwerken nach Schätzungen bis zu 10 000 Menschen ums Leben. Schuld sind meist veraltete Ausrüstung, schlechte Sicherheitssysteme oder fehlende Kontrollen.

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