Grubenunglück
Eingeschlossene Bergleute in Südrussland geborgen

33 der seit Donnerstag in einer südrussischen Kohlegrube eingeschlossenen Bergleute sind am Samstag befreit worden. Über das Schicksal der verbliebenen 13 Verschütteten wurde zunächst nichts bekannt.

HB BERLIN. 33 der insgesamt 46 seit Donnerstagabend eingeschlossenen russischen Bergleute sind am Samstag befreit worden. In kleinen Gruppen von zwei oder drei wurden sie mit einer speziellen Hebevorrichtung ans Tageslicht gebracht. Der Zustand einiger der Geretteten war Ärzten zufolge kritisch. Sie litten an Unterkühlung, Schock und Erschöpfung. Was mit den anderen 13 Eingeschlossenen ist, war weiterhin unklar.

Es gebe allerdings Grund zu der Annahme, dass diese noch am Leben seien, sagte der Gouverneur der Region Rostow, Wladimir Tschub, der Nachrichtenagentur ITAR-TASS. Die andere Gruppe habe noch Signale von ihnen empfangen.

Am Morgen war es den mehr als 200 Rettungskräften gelungen, zu den Verschütteten Kontakt herzustellen. Die Männer waren seit Donnerstag durch eindringende Wassermassen in dem südrussischen Bergwerk in 800 Metern Tiefe eingeschlossen.

In den vergangenen Tagen hatten Rettungsmannschaften versucht, den vom Wasser aufgebrochenen Schacht mit tausenden Kubikmetern Geröll zuzuschütten. Gleichzeitig errichteten sie neue Tunnel, um aus angrenzenden Minen zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Des weiteren bemühten sie sich, Ventilationsschächte zur verbesserten Luftzufuhr anzulegen.

Es ist bereits der zweite Unfall in der Grube in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr sind nach Gewerkschaftsangaben in russischen Bergwerken 68 Kumpel ums Leben gekommen.

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