Grubenunglück in Thüringen
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Am Dienstag ist in einer stillgelegten Kali-Grube in Thüringen ein Gutachter verschüttet worden und gestorben – nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt. Im Verdacht sind Fehler bei der Verfüllung.
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Sollstedt/MühlhausenNach dem Unglück in einer stillgelegten Kali-Grube in Thüringen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Das Verfahren richte sich gegen unbekannt, sagte der stellvertretende Leiter der Staatsanwaltschaft Mühlhausen, Ulf Walther, am Mittwoch. Es sei nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Bergamt „nicht völlig auszuschließen, dass beim Verfüllen des Kali-Schachtes möglicherweise Fehler begangen wurden“. Es gebe jedoch keine unmittelbaren Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten.

Bei einer Inspektion in der Grube war am Dienstag in 700 Metern Tiefe ein Gutachter verschüttet worden. Der 67-Jährige kam ums Leben. Der Geschäftsführer der Betreiberfirma wurde ebenfalls verschüttet und dabei leicht verletzt. Der 69-Jährige konnte das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Im Unglücksschacht „Lohra“ in Sollstedt soll es seit einiger Zeit Probleme mit dem Füllmaterial und der Standfestigkeit gegeben haben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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