Gründe noch unbekannt
Transrapid-Trasse sinkt ein

Der von deutschen Firmen entwickelte Transrapid in Schanghai sinkt einem Zeitungsbericht zufolge in den Boden ein.

HB SCHANGHAI. Über die Gründe und die Auswirkungen auf den inzwischen täglichen Betrieb der ersten dieser kommerziell genutzten Bahn der Welt wollte sich die zuständige Betreibergesellschaft nach einem Bericht der Tageszeitung „Shanghai Daily“ vom Dienstag nicht äußern. Zu schnelles Abpumpen von Grundwasser oder fehlerhaft gelegte Fundamente der Trasse könnten die Ursache dafür sein, vermuten Experten. Eine Absenkung innerhalb einer bestimmten Sicherheitsmarge sei jedoch normal und zunächst ungefährlich, hieß es.

Der mit deutscher Technik gebaute Transrapid leidet außerdem unter Passagiermangel. Nur etwa ein Sechstel der ursprünglich geplanten Tickets werde täglich verkauft, berichteten die Betreiber.

Durchschnittlich reisen 73 Menschen pro Fahrt in dem 440 Personen fassenden Zug. Die 30 Kilometer lange Strecke hatte über eine Mrd. US-Dollar verschlungen und verbindet den internationalen Flughafen in Pudong mit einer U-Bahn-Station im Nordosten der Stadt. Danach müssen Reisende auf andere öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder ein Taxi nehmen, um ins Stadtzentrum zu kommen.

Der Transrapid fährt bis zu 430 Kilometer in der Stunde schnell und braucht für die 30 Kilometer lange Strecke acht Minuten. An der Jungfernfahrt hatten Bundeskanzler Gerhard Schröder und der damalige chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji am 31. Dezember 2002 teilgenommen. Der Schanghaier Transrapid wurde von einem deutschen Konsortium aus ThyssenKrupp und Siemens entwickelt. In der Vergangenheit war die Magnetschwebebahn auch in der Diskussion, um Schanghai mit der Hauptstadt Peking zu verbinden. Dieser Plan wurde verworfen. Über den Bau einer Verbindung mit dem 200 Kilometer entfernten Hangzhou in der Provinz Zhejiang ist jedoch noch nicht entschieden worden.

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