Gruppe soll Kontakt zu Osama bin Laden unterhalten
Bekennerschreiben zur Touristenentführung

Eine Gruppe algerischer Moslemextremisten hat sich am Freitag zur Entführung von 32 europäischen Sahara-Touristen Ende Februar und Anfang März bekannt.

Reuters ALGIER. In einem an Journalisten in Algier gefaxten Bekennerschreiben übernahm der stellvertretende Kommandeur der radikalen Salafisten-Organisation für Gebet und Kampf (GSPC), Amari Saifi, die Verantwortung für die Verschleppung der Touristen. Saifi ist auch unter seinem Kriegsnamen Abderrazak el Para bekannt. Es war zunächst nicht möglich, die Authentizität des Schreibens festzustellen, da bei der algerischen Regierung zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar war.

Allerdings hatte die Regierung in Algier bereits lange zuvor selbst erklärt, dass die Entführer der GSPC angehörten. Diese wird verdächtigt, Beziehungen zur El-Kaida-Organisation des Moslemextremisten Osama bin Laden zu unterhalten. In dem Bekennerschreiben erklärte Saifi, die GSPC habe bewiesen, dass „sie zuschlagen kann, wann und wo immer sie will“. Die Touristen seien während der meisten Zeit nahe der südalgerischen Wüstenstadt Illizi von 35 Entführern festgehalten worden. In dem in arabischer Sprache verfassten Schreiben wird nicht auf Lösegeld Bezug genommen.

Nach nicht bestätigten berichten sollen die Entführer etwa fünf Millionen Dollar Lösegeld erhalten haben. Offiziell war über die Konditionen für die Freilassung der Sahara-Touristen nichts bekannt gegeben worden.

Am Mittwoch waren die freigekommenen 14 Sahara-Touristen nach rund sechs Monaten Geiselhaft in der Wüste in ihre Heimatländer zurückgekehrt, nachdem das algerische Militär bereits im Mai 17 Geiseln gewaltsam aus der Hand ihrer Entführer befreit hatte. Eine Frau war während der Geiselhaft gestorben.

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