Guide Michelin 2018
Sterne für Deutschlands beste Köche

Mit Spannung wird die Veröffentlichung des „Guide Michelin“ 2018 erwartet. Vorab lüften die Restauranttester ihre Geheimnisse über aufgehende und verglühende Sterne am Gourmethimmel. Einblicke in die Spitzengastronomie.
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Potsdam Wenige Stunden vor der Präsentation des Hotel- und Restaurantführers „Guide Michelin“ 2018 in Potsdam herrscht bei Spitzenköchen und Gourmets Hochspannung. Steigt jemand neu in den Olymp der Kochkunst auf und bekommt drei Sterne? Halten die Stars ihr Niveau?

Die Chefs des „Guide Michelin“ berichten über Trends und Neuheiten in der Spitzengastronomie. Klar ist bereits, dass sich die Trends der vergangenen Jahre fortsetzen. Die Stichworte sind „casual fine dining“, also eine legere Atmosphäre, regionale Küche sowie vegatarische und vegane Menüs. „Es ist schön, dass der Gast die Möglichkeit hat zu wählen“, sagte der Direktor des „Guide Michelin“ Deutschland/Schweiz, Ralf Flinkenflügel, vorab.

Der „Guide Michelin“ verabschiedet in diesem Jahr eine Ikone der deutschen Sterne-Gastronomie in den Ruhestand. Nach einem Vierteljahrhundert ununterbrochener Auszeichnung mit drei Sternen ist der 62-jährige Harald Wohlfahrt nicht mehr vertreten. Als Küchenchef der „Traube Tonbach“ im baden-württembergischen Baiersbronn hat er eine ganze Generation von Spitzenköchen ausgebildet und geprägt.

Die Übergabe an seinen langjährigen Sous-Chef und Nachfolger im Gourmetrestaurant „Schwarzwaldstube“, Torsten Michel, verlief allerdings nicht ohne Streit und endete quasi in letzter Minute vor einem Arbeitsgerichtsprozess mit einem Vergleich. Mit großem Interesse blickt die Szene darauf, ob es Michel gelungen ist, die höchste Auszeichnung zu behaupten.

Das Bundesland mit den meisten Sterne-Restaurants in Deutschland ist traditionell Baden-Württemberg. In den vergangenen Jahren hatten aber besonders die großen Städte wie Berlin oder Hamburg neue Nobelrestaurants hinzugewonnen.

Im „Guide Michelin“ 2017 finden sich insgesamt 292 Sterne-Restaurants, davon 10 Häuser mit 3 Sternen und 39 Restaurants mit 2 Sternen. Der neue „Guide Michelin“ kommt am 17. November in den Buchhandel. Er erscheint in Deutschland seit 1966 und gilt als „Bibel der Feinschmecker“.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Guide Michelin 2018: Sterne für Deutschlands beste Köche"

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  • „Der „Guide Michelin“ verabschiedet in diesem Jahr eine Ikone der deutschen Sterne-Gastronomie in den Ruhestand. Nach einem Vierteljahrhundert ununterbrochener Auszeichnung mit drei Sternen ist der 62-jährige Harald Wohlfahrt nicht mehr vertreten. Als Küchenchef der „Traube Tonbach“ im baden-württembergischen Baiersbronn hat er eine ganze Generation von Spitzenköchen ausgebildet und geprägt.“

    Na, der hat wirklich was geschafft. Die Fahne echter Esskultur so konsequent hochhalten zu können ist auf jeden Fall eine ebenso anerkennenswerte wie erstrebenswerte, da letztlich alle bereichernde Leistung.

    Und ein „kultivierter“ Ernährungsstil ist grundsätzlich nicht nur ein Genuss, sondern auch gesund. Wie man hier sieht (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153908/umfrage/fettleibigkeit-unter-erwachsenen-in-oecd-laendern/), sind die Bewohner von Ländern, die dafür bekannt sind, dass sie gerne lange und gepflegt „tafeln“, im Durchschnitt wesentlich schlanker als die Einwohner vieler anderer Regionen, in denen die Ernährung stark „industrialisiert“ ist. So ist zu beobachten, dass z.B. in China seit dem Siegeszug von McDonald’s & Co. dort der Anteil übergewichtiger Menschen kontinuierlich ansteigt (siehe u.a.: https://netzfrauen.org/2017/01/16/asien/, https://m.aerzteblatt.de/news/thema-12023-1-56516.htm).

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