Gysi vergleicht Bundestag mit SED: Palast der Republik wird endgültig abgerissen

Gysi vergleicht Bundestag mit SED
Palast der Republik wird endgültig abgerissen

Erneut hat sich der Bundestag für den Abriss des Palastes der Republik im Herzen Berlins ausgeprochen.

HB Berlin. In namentlicher Abstimmung nahmen die Abgeordneten am Donnerstag mit großer Mehrheit eine entsprechende Empfehlung des Kulturausschusses an und lehnten Anträge von Linkspartei und Grünen ab, den in den nächsten Monaten bevorstehenden Abriss zu verhindern oder zu verschieben. Der Bundestag hatte bereits 2002 für den Abriss des Prunkbaus aus DDR-Zeiten gestimmt, von dem seit seiner Asbestsanierung nur noch eine Ruine steht. „Ich sehe keinen wirklich überzeugenden Grund, diesen Beschluss aufzuheben“, sagte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse von der SPD. Der Palast sei auch eine „Kundgebungstribüne der SED“ gewesen.

Der CDU-Abgeordnete Wolfgang Börnsen sagte: „Der Restpalast muss weg, weil diese Ruine im Herzen Berlins einfach zu hässlich ist und diese schöne Stadt entstellt.“ Die Volkskammer, die ihren Sitz im Palast hatte, sei nur ein Scheinparlament gewesen. „Dieser Teil der DDR-Geschichte hat keinen Bestand verdient“, sagte Börnsen.

Nach dem Willen von Bundesregierung und Berliner Senat soll anstelle des Palastes ein „Humboldt-Forum“ als Begegnungsstätte für Kultur, Wissenschaft und Kunst entstehen. In das Forum sollen auch Teile der Fassade des 1950 gesprengten Stadtschlosses integriert werden, auf dessen Grundstück der Palast steht. Der Baubeginn für das Forum ist allerdings auch wegen der auf gut 1,2 Milliarden Euro geschätzten Kosten offen.

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