Hafen für Drogenschmuggel
Verwandte von kolumbianischem Fußballer getötet

HB BERLIN. In der kolumbischen Stadt Buenaventura sind 13 junge Leute erschossen gefunden worden. Bei den meisten von ihnen handelt es sich um Verwandte des Fußballspielers Adolfo Valencia, der in den Jahren 1993/93 beim FC Bayern München gespielt hatte.

Nach offiziellen Angaben wiesen die Leichen Spuren schwerer Folter auf. Die Täter hätten ihre Opfer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren bereits am vergangenen Montag aus einer Armensiedlung mit dem Versprechen in einen Bus gelockt, sie würden zum Fußballspielen gefahren und würden für jedes gewonnene Spiel 200 000 Pesos (70 Euro) bekommen.

Möglicherweise hängt die Tat mit dem Kampf zwischen linken Rebellen und rechten Paramilitärs um die Kontrolle über die Region zusammen. Im Buenaventura sind seit Beginn des Jahres mindestens 100 Zivilsten bei ähnlichen Verbrechen getötet worden. Über den Hafen der Stadt wird ein großer Teil der in Kolumbien produzierten Drogen außer Landes geschmuggelt.

Im Südwesten des Landes kam es außerdem zu schweren Kämpfen zwischen dem Militär des Landes und linke Rebellen um mehrere Dörfer. Nach Angaben des Militärs wurden seit dem ersten Angriff der marxistischen «Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens» (Farc) auf den Ort Toribío am 14. April im Norden der Provinz Cauca mindestens 28 Polizisten, Soldaten und Rebellen sowie ein zehnjähriges Kind getötet.

Der Ort Toribío ist immer noch hart umkämpft. Panzerverbänden gelang es nicht, dorthin vorzudringen. Die Farc habe Straßen und Wege vermint, sagte ein Sprecher. Ein Angriff der Rebellen auf den Nachbarort Jambaló konnte demnach nur mit Hilfe der Luftwaffe zurückgeschlagen werden.

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