Hamburg Triebwerk-Panne zwingt CSA-Flieger zur Landung

Bei einem Flug der tschechische Fluggesellschaft CSA von Dänemark nach Tschechien fällt einer der beiden Motoren aus. Der Flieger landet außerplanmäßig in Hamburg. Der Vorfall weckt Erinnerungen an den Absturz in Taipeh.
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HamburgEin Passagierflugzeug auf dem Weg von Dänemark nach Prag hat eine Sicherheitslandung in Hamburg eingelegt. Grund sei der Ausfall eines Triebwerks gewesen, teilte die tschechische Fluggesellschaft CSA mit. Die zweimotorige Turbopropmaschine vom Typ ATR 42 sei ohne Probleme vom Flughafen Billund gestartet. Nachdem das Flugzeug die Reisehöhe erreicht hatte, sei aus noch unbekannten Gründen ein Triebwerk ausgefallen. Die Besatzung habe sich den Sicherheitsbestimmungen entsprechend dazu entschlossen, den nächstgelegenen Flughafen anzusteuern. Die Maschine sei am Dienstag sicher in Hamburg gelandet, sagte eine Flughafensprecherin.

An Bord des Fluges OK 501 waren nach Angaben von Czech Airlines (CSA) 30 Passagiere. Sie sollten sobald wie möglich mit einem anderen Flugzeug nach Prag gebracht werden. CSA schickte ein Team von Technikern zur Untersuchung und Reparatur des Flugzeugs nach Hamburg.

Sicherheitslandungen verlaufen nach einer Standardprozedur, erläuterte die Flughafensprecherin. Die Feuerwehr fahre an die Landebahn und stehe in Bereitschaft. Wenn die Landung - wie in diesem Fall - problemlos verlaufe, zögen sich die Rettungsdienste gleich wieder zurück.

Die unsichersten Airlines der Welt
Rangliste der 60 größten Airlines der Welt
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Einmal im Jahr stellt das Flugunfallbüro Jacdec für das Fachmagazin „Aero International“ ein Sicherheitsranking der 60 größten Fluggesellschaften auf. Die Sicherheit berechnet sich nach der Anzahl der Ausfälle pro Flugkilometer, gewichtet um die Schwere des Unfalls und einen Landesfaktor. Da alle Unfälle der vergangenen 30 Jahre zeitlich gewichtet in die Statistik eingehen, schneiden viele Airlines wegen schwerer Unglücke in der Vergangenheit schlecht ab. Wir zeigen, welche 20 Airlines im Ranking die hinteren Plätze belegen.

Platz 41 – American Airlines (USA)
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Eine der größten Fluggesellschaften der Welt und in der Rangliste relativ weit hinten: American Airlines findet sich mit dem Jacdec-Index von 0,139 (ein niedriger Wert bedeutet höhere Sicherheit) auf Platz 41. Die Airline fusionierte zuletzt mit US Airways und behielt ihren Namen bei. American ist seit sechs Jahren unfallfrei. Doch erst 2001 gab es einen Absturz: Ein Airbus A300 stürzte mitten im New Yorker Stadtteil Queens ab, alle 260 Insassen starben.

Platz 42 – Air China (China)
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Mit dem Startjahr 1988 ist Air China eine der jüngeren Fluggesellschaften in der Rangliste, hat aber bereits zwei Flugzeugverluste erlitten. 2002 starben 129 Passagiere bei einem Absturz. Der Index liegt bei 0,142.

Platz 43 – Alaska Airlines (USA)
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Im September 2011 wurde Alaska Airlines zu einer Geldstrafe von 590.000 US-Dollar verurteilt, nachdem es bei der Wartung einer Boeing 737 zu Regelverletzungen kam – und Jahre später ein Feuer ausbrach. Die letzte große Katastrophe liegt mittlerweile 16 Jahre zurück: Im Jahr 2000 stürzte eine Maschine in den Pazifik. Obwohl die Airline eher unbekannt ist, gilt sie als zukunftsgerichtet: Alaska Airlines war eine der ersten Fluggesellschaften, die Flugscheine und das Check-in über das Internet anbot. Der Index liegt bei 0,163.

Platz 44 – China Southern Airlines (China)
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Die größte Fluggesellschaft des bevölkerungsreichsten Landes der Welt gehört zu den unsichersten Airlines der Welt. Das letzte tödliche Unglück geschah am 8. Mai 1997. Den Piloten des Flugs 3456 misslang bei schwerem Gewitter der erste Landungsversuch in Shenzhen. Bei einem zweiten schoss die Maschine aufgrund des durch den ersten Landeversuch beschädigten Fahrwerks über die Landebahn hinaus. 35 Menschen kamen dabei ums Leben. Index 0,193 – macht Platz 44.

Platz 45 – Thai Airways International (Thailand)
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Die staatliche Fluggesellschaft Thailands war 2012 noch unter den „Top 10“ der unsichersten Airlines. Langsam arbeitet sie sich in sicherere Gefilde. Der letzte große Unfall datiert zwar auf 1998, doch kleine Pannen sorgen für eine schlechte Sicherheitsnote. Zum Beispiel kam im September 2013 ein Flugzeug bei der Landung am Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi von der Landebahn ab, es wurden mehrere Personen verletzt. Der Index für 2015 liegt daher bei 0,216.

Platz 46 – Asiana Airlines (Südkorea)
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Die Südkoreaner mussten in den vergangenen Jahren schwere Zwischenfälle melden. 2013 verunglückte eine Boeing beim Landeanflug auf den Flughafen von San Francisco. Die Maschine setzte vor der Landebahn auf und kam schwer beschädigt auf dem Rollfeld zum Stehen. Drei Personen wurden getötet und 181 Menschen verletzt. 2015 streifte ein Flugzeug beim Landeanflug auf Hiroshima eine Antenne – viele Passagiere wurden verletzt. Das beschert der Airline eine schlechtere Platzierung im Sicherheitsranking (Index 0,241). Drei Flugzeugverluste stehen in der Jacdec-Statistik.

Im Februar war eine ATR 72, die gestreckte Version der ATR 42, in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh abgestürzt. Dutzende Menschen starben. Damals waren beide Triebwerke ausgefallen.

  • dpa
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