Hart an der Grenze
Mit unschuldigem Blick durch den Zoll

Viele dürften es schon einmal erlebt haben: Im Urlaub haben sie zu leichtsinnig eingekauft, der Duty-Free-Shop lockte mit feinen Sachen – und schon sind die Höchstgrenzen für den Zoll überschritten. An der Grenze dann siegt der innere Schweinehund: Vielleicht schaffen wir es ja doch, ohne Kontrolle durch den Zoll zu kommen. Vielleicht aber droht uns auch der strenge Blick des Zöllners – und dann eine saftige Strafe. Denn der ist „Hart an der Grenze“.

DÜSSELDORF. Aufforderung zum Rechtsbruch – so könnte man die Spielidee von „Hart an der Grenze“ beschreiben. Als Schmuggler versuchen wir, verbotene Waren durch den Zoll zu bringen. Ort der Handlung ist eine Grenze zwischen Mexiko und Amerika.

Auf einem Markt in Mexiko haben wir uns mit verschiedenen Waren eingedeckt: Krüge, Maracas und Sombreros gibt es dort ebenso zu kaufen wie Zigarren, Tequila und Kunstgegenstände. Während wir erstere problemlos über die Grenze bringen dürfen, gilt bei den übrigen Dingen strengstes Exportverbot. Logisch, dass die verbotenen Dinge anschließend auf dem Markt den besten Preis bringen.

Mit den Waren im Koffer geht es also auf zur Grenze. Natürlich wird der Zöllner alle Spieler fragen, was sie wohl im Koffer haben. Und natürlich wird niemand zugeben, wenn er Verbotenes transportiert. Also lügen wir das Blaue vom Himmel herunter, setzen unseren harmlosesten Blick auf und erzählen dem Zöllner eine nette Geschichte, warum wir auf dem Markt ausschließlich Maracas oder Sombreros gekauft haben.

Glaubt er uns, haben wir Glück. Misstraut er uns, droht dagegen eine Kontrolle. Einen Reisenden pro Runde kann der Zöllner genauer unter die Lupe nehmen. „Koffer auf“ heißt es dann. Ein ehrlicher Reisender hat damit kein Problem: Gerne öffnet er seinen Koffer, zeigt die legalen Waren, und bekommt wegen der Unannehmlichkeiten sogar noch eine Entschädigung. Ein weniger ehrlicher Reisender dagegen wird es noch vermeiden, den Koffer zu öffnen: „Man kann sich doch einigen, Herr Zöllner“.

„Hart an der Grenze“ ist ein Zockerspiel, bei dem wir mit viel Spaß unser Pokerface einsetzen. Lüge oder nicht Lüge, die Frage stellt sich, wenn die Geschichte allzu weit hergeholt, das Gesicht zu betont unschuldig aussieht. Jeder darf mal Zöllner sein und kontrollieren, doch viel mehr Spaß macht es, den voll beladenen Koffer über die Grenze zu bringen. Schön sind übrigens auch die Koffer aus Metall. Besonders derjenige mit Catan-Motiv taugt als Sammlerstück.

Hart an der GrenzeKosmos

3 – 6 Spieler ab 10 Jahren
ca. 60 min
ca. 30 Euro

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