Haus von Sicherheitskräften weiträumig abgesperrt
Tatortbesichtigung im Dutroux-Prozesses

Die Richter des mutmaßlichen Mädchenmörders Marc Dutroux sind am Dienstag vor dessen Haus in Charleroi in Belgien eingetroffen. Bei dem Ortstermin sollen alle Teilnehmer des Prozesses jenen Keller besichtigen, in dem der Angeklagte Dutroux Mitte der 90-er Jahre vier Mädchen gefangen hielt. Auch die beiden überlebenden Opfer des vorbestraften Kinderschänders, die bereits vor Gericht ausgesagt haben, sind an den Ort ihrer Qualen zurückgekehrt.

HB ARLON/CHARLEROI. Das Haus wird von mehr als 300 Sicherheitskräften weiträumig abgesperrt. Dutroux selbst ist mit zwei Mitangeklagten schon am Vormittag in hoch gesicherten Limousinen an den Tatort gebracht worden. Ihm war vor sechs Jahren für einige Stunden die Flucht vor der Justiz geglückt. Außerdem gilt der Hauptangeklagte als mögliches Ziel von Anschlägen.

Die übrigen Teilnehmer des Schwurgerichtsprozesses in Arlon wurden gegen Mittag im Haus von Dutroux erwartet. Sie sollen - anders als ursprünglich geplant - nicht nur den Keller mit dem Kinderversteck, sondern das gesamte Gebäude besuchen.

Im Mittelpunkt des Prozesses steht die Entführung von sechs Mädchen, von denen vier während ihrer Gefangenschaft qualvoll starben. Monatelang hielt Dutroux seine Opfer in dem ein Meter breiten, 215 Zentimeter langen und knapp 165 Zentimeter hohen Kinderkerker im Keller seines Hauses gefangen. Mindestens vier Mädchen und seinen später ermordeten Komplizen Bernard Weinstein dürfte er in dem raffiniert angelegten Verlies in den Jahren 1995 und 1996 eingesperrt haben.

Seite 1:

Tatortbesichtigung im Dutroux-Prozesses

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%