Hausdurchsuchung
Razzia in Villa von Verona Pooth

Noch mehr Ärger für das Ehepaar Pooth: Auch Verona Pooth hat drei Wochen nach dem Strafbefehl gegen ihren Ehemann Franjo Besuch von Ermittlern bekommen. Die Fahnder durchsuchten am Dienstag die Villa des Werbestars in Meerbusch bei Düsseldorf.

HB DÜSSELDORF. Auch die Büroräume Pooths und ihres Managers Alain Midzic wurden durchsucht, wie der Düsseldorfer Oberstaatsanwalt Michael Marx-Manthey sagte. Er bestätigte damit einen Bericht von „Bild.de“.

Die Fahnder seien gegen 9 Uhr in der Villa erschienen, hieß es. Dem Bericht zufolge war die 40-Jährige zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause, kam aber wenig später dazu. Zum Hintergrund der Hausdurchsuchung machte Marx-Manthey keine Angaben und verwies auf das Steuergeheimnis. Auch ob Unterlagen beschlagnahmt wurden, sagte er nicht. Laut Bild.de war die 40-Jährige zu Beginn der Durchsuchungen nicht in ihrem Haus in Meerbusch bei Düsseldorf, sei aber wenig später dazugekommen. Dem Bericht zufolge soll gegen Verona Pooth seit vergangenem Jahr ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung laufen.

Im Februar des vergangenen Jahres hatten Ermittler schon einmal die Privaträume Pooths und seiner Ehefrau sowie damals auch die Geschäftsräume des Unternehmers in Düsseldorf durchsucht. Dabei ging es um die inzwischen abgeschlossenen Ermittlungen gegen Franjo Pooth. Ehefrau Verona zeigte sich damals geschockt über die Durchsuchung: „Wir sind ja keine kriminelle Familie, und Franjo hat keine kriminelle Vergangenheit“, sagte sie in einer Fernsehsendung.

Anfang des Monats war Franjo Pooth wegen Bestechung, Vorteilsgewährung, Untreue und fahrlässiger Insolvenzverschleppung per Strafbefehl zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden, zudem verhängte das Düsseldorfer Amtsgericht eine Geldauflage von 100 000 Euro. In einem am gleichen Tag abgeschlossenen Zivilverfahren verurteilte das Landgericht Düsseldorf Pooth zur Zahlung von einer Million Euro an die Stadtsparkasse Düsseldorf. Er hatte sich verpflichtet, für die Verbindlichkeiten seiner später Pleite gegangenen Firma Maxfield bis zu einem Betrag von 8,5 Mio. Euro mit seinem Privatvermögen zu haften.

Er sei erleichtert, dass das Verfahren nach einem „langen und harten Jahr der Ungewissheit endlich abgeschlossen“ sei, hatte Pooth nach dem Urteil der „Bild“-Zeitung gesagt. Aus Rücksicht auf seine Frau Verona und seine Familie habe er dem Strafbefehl zugestimmt und damit eine öffentliche Verhandlung vermieden. „Verona hat schon genug unter der Insolvenz gelitten, sie hat mit der ganzen Affäre in keiner Weise etwas zu tun.“

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