Haushälterin des Popstars Michael Jackson untermauert Anklagevorwurf
Alkohol auf Neverland Ranch

Die frühere Haushälterin Michael Jacksons hat ebenfalls ausgesagt, dass jugendlichen Besuchern auf der Neverland Ranch Alkohol serviert wurde.Im Missbrauchprozess gegen den Popstar gab Kiki Fournier am Donnerstag zu Protokoll, dass sie mehrmals Kinder im angetrunkenen Zustand gesehen habe. Allerdings räumte die Frau im Kreuzverhör ein, dass Sie nie gesehen hat, wie Michael Jackson den Kindern Alkohol gab.

HB SANTA MARIA. Fournier, die von 1991 bis September 2003 auf Jacksons Anwesen arbeitete, sprach von „besonders engen Freundschaften“, die Jackson mit gut einem Dutzend Jungen, darunter auch seinem Beschuldiger, entwickelt haben soll. Sie nannte auch den früheren Kinderstar Macaulay Culkin. Der heute 24 Jahre alte Schauspieler könnte als Zeuge vor Gericht zitiert werden.

Richter Rodney Melville hat für die kommende Woche eine Anhörung über die Zulässigkeit von früheren Anschuldigungen anderer Jungen anberaumt. Die Staatsanwaltschaft will Missbrauchsvorwürfe aus dem Jahr 1993 in das laufende Verfahren einbringen, die damals nicht vor Gericht kamen. Der damalige Beschuldiger und Jackson hatten sich über eine Millionen-Abfindung geeinigt.

Vor der Jury beschrieb Fournier, dass Neverland-Besucher häufig ohne ihre Eltern Tage und Wochen auf der Ranch zubrachten, wo ihnen beim Spielen und Toben kaum Grenzen gesetzt wurden. Auf „Pinocchios Vergnügungsinsel“ sei es manchmal „recht wild“ zugegangen, führte die Frau aus. Im Kreuzverhör mit Jacksons Anwälten beschrieb die frühere Angestellte, dass der damals 13 Jahre alte Beschuldiger und sein jüngerer Bruder „sehr fordernd“ waren, kein Respekt zeigten und in ihrem Gästezimmer großes Chaos anrichteten.

Jackson wird vorgeworfen, im Frühjahr 2003 einen damals 13 Jahre alten Jungen sexuell missbraucht und ihn dafür unter Alkohol gesetzt zu haben. Der Popstar hat die Anschuldigungen wiederholt bestritten und seine Begegnungen mit den Kindern als harmlose Freundschaften verteidigt.

Am Freitag mussten Jackson und die zwölf Geschworenen nicht vor Gericht erscheinen. Die Anwälte und der Richter wollten über Anträge beraten. Beim Verlassen des Gerichtsgebäudes am Donnerstag teilte ein Verteidiger des Popstars Reportern mit, dass der Sänger noch Schmerzen habe und sich am Wochenende ausruhen wollte. Vor einer Woche hatte Jackson mit akuten Rückenschmerzen ein Krankenhaus aufgesucht.

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