Hautfarbe und Herkunft kaum wichtig
Kardinal Lehmann sieht keinen Favoriten für die Papst-Nachfolge

HB BERLIN. Nach Ansicht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, gibt es bei der bevorstehenden Papstwahl keinen eindeutigen Favoriten. Man werde sich auf einen Konsens zubewegen müssen, sagte der Kardinal der Mainzer «Allgemeinen Zeitung». Diese werde in Form von Abstimmungen, Kontakten und Aussprachen erfolgen. Bis zum Beginn des Konklaves am 18. April hätten die Kardinäle «freilich auch noch Zeit, sich besser kennen zu lernen».

Lehmann fügte hinzu, der zukünftige Papst werde sich am verstorbenen messen lassen müssen, aber «nicht im Sinne einer Kopie». Hautfarbe und Herkunft beispielsweise spielten «sicher eine geringe Rolle». Der neue Papst müsse sich durch «größtmögliche Offenheit und tiefes, entschiedenes Verwurzeltsein im Glauben» auszeichen.

In Rom hatten am Freitag etwa drei Millionen Menschen Abschied von Johannes Paul II. genommen. Nach den Beisetzungsfeierlichkeiten begann im Vatikan die neuntägige Trauerzeit. Täglich werden für den Verstorbenen Messen gelesen.

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