Heidi Klum
Die Model-Mama und ihr Millionen-Imperium

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„Heidi Klum ist keine Marke“

Ein anderes Thema in der Öffentlichkeit ist ihre Beziehung mit Vito Schnabel. Die Liebe zu dem 13 Jahre jüngeren Kunsthändler wird immer wieder hämisch kommentiert. Bunte.de fragte Wolfgang Joop, der GNTM-Chefin Heidi Klum nahesteht, wie diese mit der permanenten Kritik an ihrer Person umgehe. Der Designer sagte dazu: „Ich glaube, das macht ihr was aus. Wir alle sind empfindlicher, als wir zugeben, haben aber gelernt, mit der blöden Meinung anderer umzugehen.“

„Kritiker wird es vermutlich immer geben, denn sei es durch ihre Show „Germany's Next Topmodel“, durch ihre Männer oder durch ihre Promotion-Aufträge – Heidi ist in den Medien immer präsent“, sagt Karsten Klepper von der Markenberatung Klepper. Durch diese Bekanntheit komme das Model auch zu Aufträgen. „Und wenn man es mit den richtigen Themen macht – dann schafft dies Sympathie.“

Das sei eben der Erfolgsfaktor für eine gelungene Selbstvermarktung, was bei Klum noch ganz gut funktioniere, so Klepper. Doch das mache sie längst nicht zu einer Marke, sagt Franz Maximilian Schmid-Preissler von der Markenberatung Schmid-Preissler, „für eine Marke müsste Frau Klum etwas Besonderes leisten, mit privaten Geschichten wie ihrem Liebesleben leistet man nichts – ganz abgesehen davon, dass zu viel Präsenz mit falschen Themen auf Dauer eher kontraproduktiv sein kann“.

Ganz anders sei es hingegen bei Victoria Beckham, die auf einem guten Weg ist, ihren Namen zu einer Marke zu machen: „Sie hat sich von einer Spielerfrau zu einer ernstzunehmenden Designerin hochgearbeitet.“ Bei ihren ersten Versuchen auf die internationalen Laufstege wurde sie mit ihrer Mode von Kritikern belächelt, doch der harte Weg habe sich gelohnt. „Von Kollektion zu Kollektion verstummten ihre größten Kritiker. Denn sie kann Mode machen, und das macht eine Marke aus“, sagt Schmid-Preissler.

Nichtsdestotrotz; Heidi Klum pflegt das Image einer fröhlichen, natürlichen Powerfrau, so wie etwa das It-Girl Kim Kardashian, die ebenfalls den Großteil ihres Lebens damit zubringt, sich in Szene zu setzen – mit dem Unterschied, dass Klum sich schon viel länger in dem harten Promi-Geschäft behauptet.

Zu ihren Lieblings-Marketinginstrumenten gehören Facebook, Twitter und Instagram. Ihrer Geschäftigkeit jedenfalls tut die öffentliche Kritik bisher keinen Abbruch. Vielmehr gehört das Private bei dem Superstar aus Bergisch-Gladbach zum Geschäft.

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