„Heiliger Ort“
New York eröffnet Museum zur Erinnerung an 9/11

In New York ist endlich das Museum für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 eröffnet worden. Präsident Obama spricht von einem „heiligen Ort“. Die Zeremonie trieb vielen Gästen die Tränen in die Augen.
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New YorkJoe Daniels ahnte es schon vor drei Jahren: „Wir werden es nicht allen recht machen können, es wird Kritik geben“, sagte der Präsident des Museums zur Erinnerung an die Anschläge vom 11. September 2001 Es klang resignierend und entschlossen zugleich. Jetzt wurde die Gedenkstätte für die fast 3000 Opfer eröffnet, der Präsident war da - und dennoch gab es auch Kritik. Die kommt von den Opfern ebenso sehr wie von denen, die sich zu Tätern gemacht fühlen.

Vor 13 Jahren standen an der Stelle noch zwei gewaltige Türme, jeder mehr als 400 Meter hoch. Nachdem zwei von Islamisten entführte Passagierflugzeuge voller Menschen in die Hochhäuser gelenkt wurden, stürzten die Symbole für New Yorks Erhabenheit, Erfolg und vielleicht auch Übermut zusammen und begruben 2753 Menschen unter sich. Eigentlich waren es noch ein paar mehr, denn hinter den Namen einiger Opfer steht auf dem Mahnmal heute ein „... und ihr ungeborenes Kind“.

Eines der Opfer hieß Welles Crowther. US-Präsident Barack Obama erzählte dessen Geschichte. Von dem 24-jährigen New Yorker, der die Anschläge selbst überlebt hatte, aber immer wieder andere aus dem Südturm holte. Nachdem der junge Mann ein Dutzend Menschen gerettet hatte, sein rotes Taschentuch als Erkennungszeichen auf dem Kopf, stürzte der Turm zusammen und begrub auch Crowther unter sich.

„Wir könnten nicht stolzer auf unseren Sohn sein“, sagte seine Mutter, und der Vater schluchzte noch mehr als sie. „Er glaubte, dass alle Menschen eine Familie sind, auf die man achtgeben, der man helfen muss.“ Eines der Taschentücher ihres Sohnes ist nun im Museum. „Wir hoffen so sehr, dass Menschen aus der ganzen Welt es sehen und sich erinnern, wir er damals geholfen hat - und selbst helfen werden.“

Das gut 10 000 Quadratmeter große Museum wird eine Woche lang den Familien vorbehalten bleiben. Danach ist es für alle offen - nach einer Kontrolle wie am Flughafen. Hinter den Metalldetektoren soll es ein leises Museum sein. Gleich zu Beginn ist ein Raum mit Tausenden Fotos lächelnder Gesichter zu sehen, so wie sie auch auf Nachtschränken, Schreibtischen und in Wohnzimmern der Angehörigen zu sehen sind.

Das Gebäude, das den Besucher mehr als 20 Meter unter die Erde führt, ist zum größten Teil in schattenhaftes Licht getaucht. Reste des Fundaments sind zu sehen, zerstörte Stahlträger und immer wieder Bilder vom 11. September und den Tagen danach.

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Das Museum hat auch seine Helden

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