Herkunft der Klinge unklar
Pannenserie um Dutroux reißt nicht ab

Die Pannenserie um Marc dutroux reißt nicht ab. Dieses Mal sorgt eine Rasierklinge für Aufregung: Sie wurde am vergangenen Montag in einem Gefangenentransporter gefunden, mit dem der mutmaßliche Kinderschänder und seine drei Mitangeklagten ins Gericht transportiert werden sollten.

HB ARLON/BRüSSEL. Einen entsprechenden Bericht des belgischen Fernsehsenders VRT hat die Polizei am Mittwoch bestätigt. Die Wegwerfklinge sei am Morgen noch vor dem Transport entdeckt worden. Möglicherweise sei die Klinge bei einer Fahrt mit anderen Gefangenen in den Transporter gebracht worden. Das sei noch nicht geklärt.

Während des Prozesses gegen den schon wegen früherer Taten rechtskräftig verurteilten Kinderschänder hatte es bereits drei Pannen gegeben. Am vergangenen Freitag hatte sich bestätigt, dass ein nahe der Gefängniszelle von Dutroux gefundener Schlüssel zu dessen Handschellen passte. Seit 1. März wird ihm und drei Mitangeklagten in der Stadt Arlon der Prozess gemacht. Sie stehen wegen der Entführung von sechs Mädchen, von denen vier in Gefangenschaft starben, vor Gericht.

Beim Transport Dutroux gleich zu Beginn des Prozesses hatte die Heckklappe des Polizeiwagens offen gestanden. Die Behörden versicherten, eine Flucht wäre unmöglich gewesen. Später tauchten Bilder vom Gefängnisleben des Angeklagten in den Zeitungen auf. Ein Wärter wurde vom Dienst suspendiert. Dutroux war 1998 für kurze Zeit die Flucht geglückt.

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