„heute show“ vs. Bundestag „Am Tag, als die Pressefreiheit starb“

Die „heute show“ legt im Streit mit dem Parlament um eine Drehgenehmigung im Reichstag weiter nach. Die Redaktion werde kommende Woche einen erneuten Antrag stellen, verkündete Oliver Welke am Freitagabend.
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Der „heute-Show“-Moderator Oliver Welke nimmt weiter das Drehverbot im Reichstagsgebäude aufs Korn. Quelle: dpa

Der „heute-Show“-Moderator Oliver Welke nimmt weiter das Drehverbot im Reichstagsgebäude aufs Korn.

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DüsseldorfDie „heute-show“ ist derzeit wohl die einzige Satiresendung in Deutschland, die sich mit einem Hausverbot im Bundestag brüsten kann. Nun schlachtet die Redaktion des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) das Drehverbot auf der Pressetribüne des Reichstags weiter freudig aus. Bereits kommende Woche wolle die Redaktion einen neuen Antrag für eine Drehgenehmigung im Regierungsgebäude stellen, verkündete Moderator Oliver Welke am späten Freitagabend in der Sendung.

Grund sei die Aussage von Parlaments-Pressesprecher Ernst Hebeker, dass es sich bei dem Verbot nicht um eine generelle Absage handelt. Zudem bedankte sich Welke bei der SPD-Generalsekretärin Jasmin Fahimi, die sich am Montag für eine Erlaubnis zum Drehen im Foyer aussprach.

Bereits vergangene Woche teilte ein ZDF-Sprecher mit, dass das „heute show“-Team weiter versuchen werde, Drehgenehmigungen zu erhalten. Seit dem Start der Sendung 2009 sei für die Sendung erst einmal im Foyer gedreht worden. Bilder aus Bundestagsdebatten werde es aber in der Show weiter geben.

Hebeker, der von Welke in der Sendung am Freitag provokant mit Teufelshörnern dargestellt wurde, hatte einem Drehteam der „heute-show“ die Zulassung verweigert, da er im Aufzeichnen von Satire-Sendungen im Reichstag „einen Verstoß gegen die Geschäftsordnung“ sieht.

Das Parlament sei keine „Location“. Über die Begründung des von ihm auserkorenen Buhmanns machte sich Moderator Welke lustig: „Fakt ist, wir wollten im Foyer Abgeordnete zum Thema 'schnarchige Debatten' befragen, die Satire findet ohne uns im Plenarsaal statt.“

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