Himmelsschauspiel
Mondfinsternis in zwölf Tagen

Gleich zu Beginn des Monats bietet uns der Himmel ein kosmisches Schattenspiel. Bei klarem Wetter können die Mitteleuropäer hoch oben am Nachthimmel eine totale Mondfinsternis beobachten.

HB HAMBURG. In der Nacht vom 3. auf den 4. März wandert der Vollmond durch den Kernschatten der Erde, es ereignet sich eine totale Mondfinsternis. Das Himmelsschauspiel ist - bei wolkenlosem Himmel - in voller Länge von Mitteleuropa aus beobachtbar. Wenn der Mond um 22.30 Uhr auf den Kernschatten der Erde trifft, steht er bereits hoch am Osthimmel. Der Vollmond schiebt sich von Westen kommend in den Erdschatten. Um 23.44 Uhr ist der Mond schließlich ganz in den Erdschatten eingetaucht. Diese totale Phase dauert bis 0.58 Uhr. Danach wandert der Mond allmählich wieder aus dem Kernschatten der Erde heraus und verlässt ihn um 2.12 Uhr vollständig.

Noch ein zweites, allerdings nicht ganz so auffälliges kosmisches Schattenspiel ereignet sich eine Nacht vor der totalen Mondfinsternis. In den frühen Morgenstunden des 2. März, etwa gegen 3.30 Uhr, bedeckt der Mond für rund eine halbe Stunde den Ringplaneten Saturn im Sternbild Löwe. In den Morgenstunden des 30. März bedeckt der Erdtrabant außerdem den Löwenhauptstern Regulus. Der Beginn dieser Sternbedeckung ist von Deutschland aus beobachtbar.

Mit 405 850 Kilometer Distanz steht der Mond am 7. März in Erdferne. In Erdnähe kommt er am 19. März, wobei ihn dann nur 357 810 Kilometer von uns trennen. Am gleichen Tag erreicht er um 3.43 Uhr die Neumondposition. Das Zusammenfallen von Neumond und Erdnähe führt an den Küsten zu besonders hohen Gezeiten.

In der Abenddämmerung taucht als erstes Gestirn die Venus auf. Sie ist als auffällig hell strahlender Lichtpunkt tief am Nordwesthorizont zu sehen. Venus wird oft Abendstern genannt, obwohl sie kein Stern, also keine selbstleuchtende Sonne, sondern der innere Nachbarplanet der Erde ist. Während des Monats wird Venus immer auffälliger, denn sie erreicht immer größere Höhen über dem Horizont, nachdem die Sonne untergegangen ist. Auch geht Venus immer später unter und ist somit länger am Abendhimmel zu sehen. Zu Monatsbeginn sinkt Venus gegen 20.45 Uhr unter die Horizontlinie. Ende März erfolgt der Venusuntergang erst um 22.15 Uhr.

Außer Venus ist von den hellen Planeten noch Saturn am Abendhimmel vertreten. Der Ringplanet wandert durch das Sternbild Löwe und ist fast die gesamte Nacht zu sehen. Erst in den Morgenstunden geht Saturn unter. Nach Einbruch der Dunkelheit steht der Ringplanet schon hoch im Südosten nahe dem Löwenhauptstern Regulus. Der helle Riesenplanet Jupiter kann in der zweiten Nachthälfte tief im Südosten erspäht werden.

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