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Hindu-Fest: Überfüllter Bahnhof verursachte Massenpanik

Bei der Massenpanik beim weltgrößten religiösen Fest am heiligen Fluss Ganges in Nordindien sind mindestens 36 Menschen getötet worden. Verursacht wurde das Unglück durch einen völlig überfüllten Bahnhof.

Ein kurzes Bad im Ganges reinigt die Gläubigen von allen Sünden. Quelle: SAP/dpa
Ein kurzes Bad im Ganges reinigt die Gläubigen von allen Sünden. Quelle: SAP/dpa

AllahabadDie Massenpanik mit 36 Toten im Norden Indiens ist nach Ansicht des Eisenbahnministers auf einen überfüllten Bahnhof zurückzuführen. „Es waren zu viele Menschen auf den Bahnsteigen, es war für sie nicht möglich, sofort die Züge zu besteigen“, sagte Pawan Kumar Bansal am Montag in Neu Delhi. Millionen Pilger hatten am Sonntag das Hindu-Fest Maha Kumbh Mela besucht. Viele von ihnen wollten am Abend mit dem Zug nach Hause fahren. Das Pilgerfest ist die größte religiöse Versammlung der Welt.

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Auf dem überfüllten Bahnhof habe es Gedränge gegeben, sagte der Minister weiter. Beamte erzählten lokalen Medien, dass sich am Sonntagabend 200 000 Menschen auf dem Bahnhof in Allahabad aufhielten. Ausgelegt sei er für höchstens 40 000 Menschen. Bei der Panik wurden 39 Menschen verletzt, mehrere davon schwebten am Montag noch in Lebensgefahr.

Der Ansturm der Pilger ist nicht zu bewältigen. Quelle: SAP/dpa
Der Ansturm der Pilger ist nicht zu bewältigen. Quelle: SAP/dpa

Der Unfall passierte auf einer breiten Fußgängerbrücke, die über die Gleise führt. Bansal wies Augenzeugenberichte zurück, wonach das Geländer der Brücke gebrochen sei und mehrere Menschen auf Gleise und Bahnsteige hinunter fielen. „Das ist total falsch“, sagte er. Auch habe die Polizei nicht mit Schlagstöcken versucht, die Menge in Schach zu halten. Er kündete eine Untersuchung der Unfallursache an.

Unter den Toten sind nach Behördenangaben 26 Frauen, neun Männer und ein Kind. Ein Zeuge sagte der Nachrichtenagentur IANS, dass er mehr als zwei Stunden warten musste, bis medizinische Hilfe eintraf. Ein anderer klagte im Fernsehsender NDTV, es habe nur einen einzigen Arzt auf dem Bahnhof gegeben. Leben hätten gerettet werden können, wenn rechtzeitig Hilfe gekommen wäre.

Indien

Premierminister Manmohan Singh zeigte sich „tief geschockt“ und kündigte Zahlungen an die Familien an. „Ich sende mein tief empfundenes Beileid an die trauernden Familienmitglieder und wünsche den Verwundeten eine schnelle Genesung“, hieß es in einer Mitteilung.

Zum Höhepunkt des 55-tägigen Pilgerfestes kamen am Sonntag nach Veranstalterangaben mehr als 34 Millionen Menschen für ein Bad - so viele Besucher wie nie zuvor. Laut dem Eisenbahnminister fahren für die Pilger zwischen dem 10. und 13. Februar 220 Sonderzüge nach Allahabad.

  • 11.02.2013, 10:28 UhrSternchen

    Meiner Meinung nach hat die Polizei da gar nichts zu suchen. Dies ist ein Ereignis, das tatsächlich unkontrolliert ablaufen darf, Besuch auf eigene Gefahr. Es ist herzerfrischend für eine Deutsche zu lesen, dass es auch noch unkontrollierbare Dinge gibt. Ganesha sei Dank. Das einzige, was da kontrolliert werden sollte, ist das Geländer der Bahnbrücke.

  • 11.02.2013, 10:24 UhrRumpelstilzchenA

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • 11.02.2013, 09:44 UhrDermaddin

    Was für ein unqualifizierter, überflüssiger Kommentar!!!

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