Hintergrund
Galveston erneut bedroht

Im Jahr 1900 wurde die texanische Stadt Galveston schon einmal besonders hart von einem Hurrikan getroffen. Nun bedroht der Hurrikan „Rita“ den Ort.

HB HAMBURG. Durch die Naturkatastrophe vor über 100 Jahren mit geschätzten 8000 Toten verlor die Stadt, die wie New Orleans am Golf von Mexiko liegt, auch ihre wirtschaftliche Vormachtstellung in der Region. Trotz des Wiederaufbaus hat Galveston seine einstige Bedeutung niemals wieder erlangt.

Eine gewaltige Sturmflut zerstörte Galveston am 8. September 1900 vollständig. 38 000 Einwohner standen vor dem Nichts. Der drittgrößte Hafen der Vereinigten Staaten existierte nicht mehr. Bis dahin war Galveston der größte Umschlagplatz für den äußerst wichtigen Rohstoff Baumwolle. Und die Wirtschaftsmetropole galt historischen Berichten zufolge als eine der schönsten Städte der USA. Wegen ihres Reichtums wurde sie „Wall Street des Südwestens“ oder „New York des Südens“ genannt.

Heute gilt Galveston mit seinen 57 000 Einwohnern nur noch als Naherholungsgebiet für die Bewohner der rund 80 Kilometer entfernten, größten texanischen Stadt Houston. Laut Experten hat sich die Millionenstadt Houston vor allem wegen des wirtschaftlichen Niedergangs von Galveston zur jetzigen Größe aufschwingen können.

Ein ähnliches Schicksal ereilte Ende des 19. Jahrhunderts auch Galvestons Nachbarstadt Indianola. Ebenfalls eine aufstrebende Hafenstadt, versetzte ein Hurrikan der Stadt 1875 einen schweren Schlag. Nach dem Wiederaufbau vernichtete ein zweiter Hurrikan elf Jahre später die Stadt endgültig.

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