Hintergrund
Stichwort: Legionärskrankheit

Die Legionärskrankheit wird von Bakterien ausgelöst. Sie vermehren sich besonders in schlecht gewarteten Wasserrohren, Warmwassersystemen oder Klimaanlagen.

HB/dpa HAMBURG/FRANKFURT/ODER. Die Legionärskrankheit wird von Bakterien ausgelöst. Sie vermehren sich besonders in schlecht gewarteten Wasserrohren, Warmwassersystemen oder Klimaanlagen. Die Infektion beginnt meist mit Husten, Durchfall und Fieber. Die ersten Symptome treten zwei bis zehn Tage nach der Infektion auf. Später kann es zu schweren Lungen- und Rippenfellentzündungen mit manchmal tödlichem Ausgang kommen. Rechtzeitig erkannt lässt sich die Krankheit gut mit Antibiotika behandeln. Besonders hoch ist die Todesrate aber bei geschwächten oder älteren Menschen sowie Rauchern mit bereits geschädigten Lungen. Das Bakterium Legionella pneumophila kommt weltweit vor.

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin schätzt, dass in Deutschland jährlich 6 000 bis 10 000 Lungenentzündungen von solchen Bakterien verursacht werden. Nach RKI-Angaben wurden im vergangenen Jahr offiziell 413 Fälle gemeldet. Informationen über die Zahl der Todesfälle lagen dem Institut nicht vor. Die Infektionen treten eher in den Sommer- und Herbstmonaten auf.

Erkranken können Menschen für gewöhnlich nur an einer besonders großen Zahl von Erregern, die mit dem fein verteilten Sprühnebel eingeatmet werden und so in die Lunge gelangen. Das kann beim Duschen, in klimatisierten Räumen oder in Whirlpools geschehen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt. Eine leichtere Form der Erkrankung, das so genannte Pontiac-Fieber, heilt in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst vollständig aus.

Der Nachweis der Bakterien erfolgt durch einen Antikörpertest oder die Kultivierung der Erreger aus dem Lungensekret.

Bekannt wurde die Legionärskrankheit erstmals 1976 durch zahlreiche Erkrankungen bei einem Treffen von Kriegsveteranen in einem Hotel in Philadelphia in den USA. Diese Fälle gaben der Krankheit auch ihren Namen.

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