Hintergrund
Unfälle mit sowjetisch-russischen U-Booten

Die sowjetisch-russische Marine, aber auch die U.S. Navy, hatten wiederholt schwere Unglücke mit Atom-U-Booten zu beklagen. Auf sowjetisch-russischer Seite wurden nicht alle Unfälle publik.

HB/dpa HAMBURG. Die größeren Katastrophen waren:

August 2000: Der russische Atom-U-Kreuzer „Kursk“ (Oscar-Klasse, 18 000 Tonnen) wird durch die Explosion eines schadhaften Torpedos zerrissen. 118 Seeleute sterben in der Barentssee.

April 1989: Im Nordpolarmeer bricht an Bord des sowjetischen Atom-U- Bootes „Komsomolez“ (Mike-Klasse) Feuer aus. 42 der insgesamt 69 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Aus dem Wrack entweicht Radioaktivität. Das Boot wird versiegelt; in den kommenden 20 Jahren soll kein Plutonium entweichen können.

Oktober 1986: Das sowjetische Atom-U-Boot K-219 sinkt vor den Bermuda-Inseln, nachdem bei der Explosion einer Rakete ein Brand ausgebrochen war. Vier Seeleute kommen bei dem Brand ums Leben.

Juni 1983: Das sowjetische Atom-U-Boot K-429 (Charlie- Klasse) versinkt vor der Halbinsel Kamtschatka im Westpazifik. Bei einer Lecksicherungsübung dringt Seewasser durch ein offenes Raketenrohr ein. 16 Tote. Das Boot wurde 1983 gehoben.

April 1970: An Bord des sowjetischen Atom-U-Boots K-8 (November-Klasse) bricht Feuer aus. Nach vergeblichen Lösch- und Schleppversuchen sinkt das Schiff in der Biskaya. 52 Tote.

1968: Ein sowjetisches Atom-U-Boot sinkt nach Erkenntnissen des US-Geheimdienstes (von Moskau nicht bestätigt) vor der Halbinsel Kola mit 90 Mann auf den Grund der Barentssee.

März 1968: Die K-129, ein sowjetisches Diesel-U-Boot (5500 Tonnen) mit Atomraketen an Bord, wird nordwestlich von Hawaii von einer Explosion zerrissen und versinkt. 98 Tote. Teile des Wracks werden 1974 im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes CIA geborgen.

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