Hintergrund unklar
Bertelsmann-Mitarbeiterin in Russland ermordet

Eine Mitarbeiterin des Bertelsmann-Verlags ist nahe der russischen Hauptstadt Moskau erstochen worden. Das Unternehmen schließt einen politischen Hintergrund der Tat aus. Die Behörden prüfen dagegen alle Möglichkeiten.

HB MOSKAU. Die 47-Jährige sei am Sonntag auf ihrer Datscha im Raum Moskau tot mit Stichwunden am Hals gefunden worden, teilte die russische Staatsanwaltschaft am Montag mit. Sie sei mit einem Dolch aus ihrer eigenen Sammlung erstochen worden. Aus dem Haus der Frau sei nichts gestohlen worden, berichtete die Polizei.

Eine Sonderkommission untersuche den Fall auch mit Blick auf die berufliche Tätigkeit des Opfers, hieß es. Der Sprecher des Bertelsmann-Buchclubs Direct Group, Klaus Markus, sagte, die Frau sei Produktionsleiterin der zur Direct Group gehörenden Bertelmann Media Moskau gewesen. Der „kleine Verlag“ mit 17 Mitarbeitern verlege Bildbände. „So tragisch der Mord ist, eine Verbindung zu den Geschäftstätigkeiten von Bertelsmann in Russland gibt es nicht“, sagte der Sprecher. Von politischen Motiven sei nicht auszugehen.

Der Weltkonzern Bertelsmann ist in Russland seit Jahren aktiv. Immer wieder werden in Moskau und anderen russischen Städten Geschäftsleute ermordet.

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