Hitze lässt Bahnkunden schwitzen
ICE-Klimaanlagen machen schlapp

Die anhaltende Hitze macht auch der Deutschen Bahn zu schaffen. Die Bahn bestätigte am Dienstag, dass es in den neuen ICE-3-Zügen erhebliche Probleme mit den Klimaanlagen gibt. Im Durchschnitt falle derzeit jeden Tag in einem ICE 3 die Klimaanlage aus, sagte ein Bahnsprecher. Insgesamt hat die Bahn 54 Fernverkehrszüge dieses Typs im Einsatz.

HB/dpa BERLIN. Die Kunden dürfen dann in andere Abteile ausweichen oder erhalten Erfrischungsgetränke oder Reisegutscheine als Ersatz. Die anderen Fernverkehrszüge der Bahn sind nach Angaben des Konzerns viel seltener betroffen.

Die Schwierigkeiten mit den Klimaanlagen der ICE-3-Züge beschäftigen die Bahn bereits seit längerem. „Besonders gravierend ist das aber natürlich bei hohen Temperaturen wie jetzt“, sagte Bahnsprecher Achim Stauß. Zu den Hauptursachen gehört, dass die Filteranlagen zu schnell verschmutzen. Die Apparate saugen dann mit noch mehr Kraft Luft an, überhitzen und schalten sich automatisch ab. Die Fenster der druckdichten ICE drei können nicht manuell geöffnet werden.

Schnelle Abhilfe ist nicht in Sicht. „Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Problem“, sagte Stauß. „Aber wir befürchten, dass wir vor Herbst keine Lösung finden werden.“ Konsortialführer für die ICE drei ist Siemens. Die Klimaanlagen werden von Zulieferern gebaut. Die ersten ICE drei wurden schon vor drei Jahren in Dienst gestellt. Bei anderen Fernverkehrszügen gab es in den vergangenen Tagen ebenfalls Probleme mit der Kühlung. Dies seien aber nur „Einzelfälle“ gewesen, sagte Stauß.

Die Zugbegleiter sind in solchen Fällen angewiesen, den Fahrgästen Plätze in anderen Wagen anzubieten. Dabei sei auch ein Ausweichen in die Erste Klasse möglich, sagte Stauß. Darüber hinaus werden in den betroffenen Zügen kostenlose Erfrischungsgetränke serviert und Entschädigungsscheine im Wert von zehn Euro ausgestellt. Einen Rechtsanspruch darauf haben die Kunden der Bahn aber nicht.

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