Hitzehoch über Deutschland
Arbeitnehmer haben kein Recht auf hitzefrei

Wer ein Büro ohne Klimaanlage hat, muss im Hochsommer weiter leiden. Denn Arbeitnehmer haben kein Recht auf Abkühlung und hitzefrei.

DÜSSELDORF. In immer mehr Büros finden kleine Thermometer zwischen Telefon und Monitor ihren Platz, in der Mittagspause werden neue Rekordtemperaturen ausgetauscht und das schönste am Feierabend ist die kalte Dusche: Das Hitzehoch „Michaela“ hat Deutschland erreicht und macht auch vor dem Arbeitsplatz nicht halt. Unaufhaltsam treibt die Sonne die Quecksilbersäule in die Höhe und genervten Mitarbeitern die Schweißperlen auf die Stirn. „Doch so heiß die Köpfe auch rauchen, es gibt kein Recht auf hitzefrei“, erklärt Peter Hützen, Arbeitrechtler bei Oppenhoff & Rädler in Köln.

Grundsätzlich müsse ein Arbeitgeber zwar Sorge tragen, dass die Raumtemperatur nicht über 26 Grad steigt, erklärt der Rechtsexperte. Diese Regel sei zwar im Arbeitsrecht festgeschrieben, gelte allerdings nicht für „klimatische Effekte“. Das heißt: Nur wer im Winter schwitzt, hat ein Recht auf Abkühlung.

Auch der drohende Fingerzeig auf die trockenen Hemden der Kollegen in den klimatisierten Büros, bleibt für den Arbeitgeber ohne Folgen: Lediglich gegen direkte Sonneneinstrahlung müssen die Arbeitsplätze geschützt werden, sagt Hützen. Aber dazu reichen auch einfache Jalousien, Rollläden oder Vorhänge.

So gilt es, das Beste aus der erhitzten Situation zu machen: Gut lüften, viel trinken und einen kühlen Kopf bewahren.

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