Hitzerekord und Gewitter in Deutschland
Blitz stoppt Bahn in Erfurt

Während Süddeutschland unter einer Hitzeglocke schwitzte, fegten am Montag von Franken bis Berlin heftige Gewitter übers Land. In Erfurt legte ein Blitzeinschlag sogar den gesamten Zugverkehr lahm.

HB/dpa OFFENBACH. Während Süddeutschland unter einer Hitzeglocke schwitzte, fegten am Montag von Franken bis Berlin heftige Gewitter übers Land. In Karlsruhe stiegen die Temperaturen auf den bisher höchsten Wert des Jahres. „Um 14 Uhr hat das Quecksilber dort 36,9 Grad erreicht“, sagte Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Montag in Offenbach. In Stuttgart waren es 36,4, in Freiburg 36 Grad. Am bislang heißesten war es mit 36,6 Grad am 12. Juni in Roth bei Nürnberg. Nach starken Gewittern soll sich sich ab Dienstag bis zum Wochenende vielerorts angenehmes Badewetter durchsetzen.

„In Bayern und Teilen Hessen heizt sich die Luft noch weiter auf“, sagte die DWD-Meteorologin. Dort sei die Gewitterfront vorrübergezogen, und es habe nur einige Regentropfen gegeben. Andernorts tobten Gewitter. In Erfurt legte ein Blitzeinschlag den gesamten Zugverkehr lahm. Die Signale und Weichen fielen aus. Züge könnten nicht weiter fahren. Die Bahn richtete einen Ersatzverkehr ein.

Heftige Regenfälle, teilweise mit Hagel und Sturmböen, sorgten von von Franken über Thüringen bis Brandenburg und Berlin für eine leichte Abkühlung. Für die Gewitter ist ein Tief über der Nordsee verantwortlich, das mit der schwül-warmen Mittelmeerluft über Deutschland zusammentrifft.

„Vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands erleben wir gerade eine Rekordhitze“, sagte DWD-Meteorologe Olaf Pels-Leusden. Im langjährigen Vergleich lägen die diesjährigen Juni-Temperaturen um vier bis sieben Grad über den Durchschnittswerten der Vorjahre. Für den Osten Baden-Württembergs, Bayern und Sachsen sagte der Wetterdienst Meteomedia für Montag bis zu 38 Grad voraus.

Mit einer Wetterberuhigung ist am Dienstag zu rechnen. In den Küstengebieten komme es noch vereinzelt zu Schauern, am Alpenrand gibt es noch einige Gewitter. „Wir erwarten einen Mix aus Sonne und Wolken bei Temperaturen zwischen 19 und 28 Grad, in der Südpfalz auch 29 Grad“, sagt Pels-Leusden. Diese „angenehme Badewetter“ werde sich mindestens bis zum Wochenende halten. Es bleibt überwiegend trocken und die Temperaturen liegen zwischen 20 Grad an den Küsten und knapp 30 Grad im Breisgau.

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