Hochwasser
Böse Erinnerungen an die Flut 2002

Das Wasser in Deutschlands Flüssen steigt weiter. In den sächsischen Orten entlang der Elbe – vor allem zwischen der Grenze zu Tschechien und Dresden – bereiten sich die Menschen auf eine größere Flut vor. Böse Erinnerungen an die verheerende Flut von 2002 werden wach.

HB PIRNA/BAD SCHANDAU. Der Landkreis Sächsische Schweiz weitete am Donnerstag den Katastrophenalarm aus. Die Vorkehrungen zum Schutz von Menschen und deren Eigentum laufen weiter auf Hochtouren. Viele Anwohner haben noch schlimme Erinnerungen an den Sommer 2002, als nach monsunartigen Regenfällen erst Gebirgsbäche ein Spur der Verwüstung hinterließen und dann die Elbe ganze Ortschaften unter Wasser setzte.

In der Innenstadt von Bad Schandau sind am Donnerstag die Geschäfte geschlossen: Sandsäcke liegen vor Eingangsstufen, Schaufensterscheiben werden mit festen Holzbrettern gesichert. „Wir wollen diesmal nicht überrascht werden“, sagt Amtsleiterin Andrea Woetzel. Am Tag 1 nach Ausrufung des Katastrophenalarms herrscht in der Stadt an der Grenze geschäftigtes Treiben.

Auch die Einwohner im 20 Kilometer entfernten Pirna bereiten sich auf den Ernstfall vor. Dort lief am Vormittag das erste Wasser in die tief gelegene Altstadt. Keller mussten ausgepumpt werden.

Erinnerungen an die verheerende Flut von 2002 werden wach: Damals gab es auf einer Fläche von reichlich 7,1 Quadratkilometern eine geschlossene Wasserfläche. 12 500 Menschen mussten damals die Wohnungen verlassen, 1000 Häuser standen „Land unter“. Der Gesamtschaden belief sich auf 160 Millionen Euro.

Nach Ansicht der Sprecherin des Landratsamtes Sächsisches Schweiz, Annette Hörichs „ist trotz allem die derzeitige Lage nicht mit der Hochwasserkatastrophe von 2002 zu vergleichen“. Damals hätten sich die Elbe und ihre Nebenflüsse zu reißenden Strömen entwickelt. In diesem Jahr steige die Elbe langsam aber stetig an.

Seite 1:

Böse Erinnerungen an die Flut 2002

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%