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Hochwasser in Thailand: Die Deiche in Bangkok halten - noch

Angespannte Ruhe in Bangkok: In Thailands Hauptstadt steigt mit dem Hochwasser auch die Angst vor Überschwemmungen. Gleichzeitig haben sich die Dämme und Deiche jedoch als dicht erwiesen - ein Hoffnungsschimmer.

Alltag in Bangkok: Ein Mönch watet durch die überfluteten Straßen. Quelle: dapd
Alltag in Bangkok: Ein Mönch watet durch die überfluteten Straßen. Quelle: dapd

BangkokTrotz eines neuen Rekordpegels beim Hochwasser in Bangkok ist das Zentrum der Stadt auch am Samstag weitgehend trocken geblieben. Ein komplexes Netzwerk aus Deichen bestand damit die Bewährungsprobe beim bisherigen Höhepunkt der schlimmsten Überschwemmungen im Land seit 60 Jahren. Ein erhöhter Wasserstand im Golf von Thailand hatte den Abfluss über die Flüsse verlangsamt und den Druck auf die Dämme zusätzlich verstärkt.

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Regierungschefin Yingluck Shinawatra äußerte sich in ihrer Radioansprache vorsichtig optimistisch, dass Bangkoks Innenstadt dennoch an der schlimmsten Katastrophe vorbeikommt. Wenn die Wassermassen wie geplant zügig an Bangkok vorbei Richtung Meer gepumpt werden könnten, hielten sich die Überschwemmungen in der Innenstadt in Grenzen, sagte sie. In der ersten Novemberwoche dürfte das Wasser bereits abfließen. Die Situation in den überfluteten Regionen nördlich von Bangkok hat sich nach ihren Angaben entspannt. Damit habe auch der Druck auf die Flutbarrieren Bangkoks nachgelassen.

Der Kampf gegen die Fluten ist auf der Westseite des Flusses allerdings praktisch verloren. Problem waren zunächst nicht die Flutbarrieren am Fluss selbst. Vielmehr sind die Kanäle in dem Distrikt durch die Wassermassen aus Zentralthailand über die Ufer getreten. Die sieben Kilometer langen Flutdämme entlang des Ufers hielten noch weitgehend. Die Behörden fürchten aber das Überlaufen des Flusses im Laufe des Tages, weil eine Springflut im Golf von Thailand zusätzlich Wasser aus dem Süden in die Mündung des Flusses drückt.

Handelsblatt-Korrespondent Urs Wälterlin kann die Einschätzung der Regierungschefin aus dem Hochwassergebiet derweil nicht bestätigen. Zumindest in den Außenbezirken zeichne sich keinerlei Entspannung ab, heißt es aus Bangkok. Klarheit über die tatsächliche Entwicklung wird erst das Eintreffen des Flutscheitelpunkts bringen.

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