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Hochwasser: Jetzt schwillt die Elbe an

Die Neiße in der sächsischen Stadt Görlitz hat den höchsten jemals gemessenen Pegel erreicht. Das Hochwasser steigt weiter. In Sachsen und im ebenfalls vom Hochwasser betroffenen Polen und in Tschechien gibt es mehrere Tote. Und jetzt schwillt die Elbe an.

Der Ort Ostritz an der Grenze an der deutsch-polnischen Grenze. Quelle: dpa
Der Ort Ostritz an der Grenze an der deutsch-polnischen Grenze. Quelle: dpa

HB GÖRLITZ/PRAG/WARSCHAU. Bedrohlicher Hochwasserrekord in Görlitz: Der Wasserstand der Neiße in der sächsischen Stadt soll am Sonntag noch bis auf etwa 7,20 Meter steigen und dann zurückgehen. Nach Angaben des sächsischen Hochwasserzentrums lag der Pegelstand am Morgen bei 7,07 Meter - das ist der höchste Wert seit Beginn der Messungen im Jahr 1912. Normal ist in Görlitz ein Mittelwert von 1,70 Meter.

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„Von einer Entspannung würde ich momentan noch nicht sprechen, aber am Nachmittag wird der Wasserstand langsam sinken“, sagte Hydrologe Uwe Büttner. Die Sprecherin des Landeshochwasserzentrums, Karin Bernhardt, sagte am Sonntag in Dresden, an der Lausitzer Neiße werde es keine schnelle Entspannung geben. Der Wasserstand in Görlitz sei zwar leicht gefallen und bewege sich um die sieben Meter, die Welle sei aber langgestreckt, sagte Bernhardt.

Gerlind Walter vom Katastrophenschutz-Stab des Landkreises Görlitz sagte: „Entlang der Neiße ist fast alles überschwemmt.“ Sie berichtete, zwischen Zittau und Görlitz sinke der Pegelstand bereits wieder, im Raum Chemnitz und dem Erzgebirge hätten ebenso wie in der Sächsischen Schweiz die Aufräumarbeiten begonnen.

Zuletzt war die Neiße vor knapp 30 Jahren so stark angestiegen. Am 21. Juli 1981 war hier am Pegel ein Wert von 6,78 Meter erreicht worden.

Am Sonntagmorgen holten Luftretter in Görlitz einen völlig erschöpften Mann aus dem Wasser, der sich mit letzter Kraft an einen Brückenpfeiler geklammert hatte. Am Samstag waren drei Menschen in Neukirchen im Erzgebirge im Keller ihres Hauses ertrunken, als sie Habseligkeiten retten wollten.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sagte den Opfern Hilfe zu. „Ich gehe davon aus, dass der Freistaat Sachsen genau wie die Kommunen den Betroffenen unter die Arme greifen“, sagte er bei einem Besuch in Neustadt in der Sächsischen Schweiz. Der Freistaat will zudem ein Spendenkonto einrichten.

  • 08.08.2010, 14:27 UhrAnonymer Benutzer: Helmers

    Ob in Oberbayern/Österreich oder im Dreiländereck im Osten unseres Landes, wo sind die Politikgrößen zum gucken geblieben?

    Wo ist denn, angesichts der Katastrophe im eigen Land und in den Nachbarländern, die - unsere "Ostkanzlerin", wo ist Herr/Frau Westerwelle zum gucken und Sprüche klopfen, wo das Geld für die beseitigung des letzten Hochwassers geblieben, wo sind die Gremien der EU. Lieber geben sie ihr Geld in Afghanistan, Pakistan oder sonst wo aus? Die betroffenen Länder sollten sich sofort zu einem länderübergreifenden Soforthilfsprogramm treffen und einen gemeinsamen Krisenstab bilden, Frau Kanzlerin schlafen sie weiter.

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