Hochwasser
Neue Flut-Ängste in Bayern

Neue Ängste vor der Flut in Bayern, Aufatmen in der Schweiz und Österreich: Nach dem Abklingen der verheerenden Überschwemmungen am Alpenrand ist die Bedrohung durch die Wassermassen in anderen Teilen Bayerns am Donnerstag gewachsen. Dagegen entspannte sich die Lage in Österreich und der Schweiz.

HB MÜNCHEN/WIEN/GENF. Vielerorts begannen schwierige Aufräumarbeiten. Insgesamt kamen mindestens zehn Menschen in der Katastrophenregion ums Leben. Die Schäden gehen in die Millionen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) vereinbarten am Donnerstag eine Bund-Land-Arbeitsgruppe für rasche Hochwasserhilfen.

Anrainer von Isar und Donau kämpften in Bayern weiter gegen das Hochwasser. Helfer versuchten, Dämme abzudichten. Für die Region um das weltberühmte Kloster Weltenburg bei Kelheim gaben die Behörden Katastrophenalarm. In Regensburg wurden Uferstraßen überflutet. Tausende Keller liefen in der Krisenregion voll Wasser.

In Österreich konnten rund 1000 Urlauber, darunter hunderte Deutsche, den Ferienort Lech am Arlberg über eine provisorisch reparierte Straße verlassen. Sie waren zwei Tage lang vom Hochwasser eingeschlossen. An etlichen anderen Orten wurden Einheimische und Touristen weiter via Luftbrücke versorgt: Hubschrauber brachten Lebensmittel, Medikamente, Notstromaggregate und Satellitentelefone. Besonders betroffen waren das Paznauntal und die Urlaubsorte Ischgl, Galtür und Kappl.

Auch in der Schweiz entspannte sich die Lage. Die Pegelstände blieben nach Angaben der Behörden stabil oder gingen langsam zurück. Die Bergungs- und Räummannschaften, die seit dem Wochenende rund um die Uhr im Einsatz sind, sehen sich nun mit Bergen von Treibholz konfrontiert. Es muss schnellstens weggeräumt werden, sonst kann das Wasser nicht ablaufen. Im Kanton Schwyz rutschte am Mittwochabend eine Straße ab. Experten schlossen Erdrutsche nicht aus.

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