Hoffnungen auf männlichen Thronfolger
Japan in anderen Umständen

In Japan rückt die Geburt des womöglich ersten männlichen Thronfolgers seit 50 Jahren näher und Prinzessin Kiko, die im neunten Monat schwanger ist, wird sich am Mittwoch vorsichtshalber in die Klinik begeben. Da sich die Kaiserfamilie vom Geschlecht ihres Kindes überraschen lassen will, darf ganz Japan gespannt sein.

HB TOKIO. Die im neunten Monat schwangere Prinzessin Kiko wird sich am Mittwoch in ein Krankenhaus in Tokio begeben, wie das Haushofamt am Dienstag mitteilte. Es gehe darum, Komplikationen vorzubeugen. Die Schwangerschaft an sich verlaufe aber normal und das Baby entwickele sich sehr gut. Die Geburt wird im ganzen Land mit Spannung erwartet: Seit 1965 hat in der japanischen Kaiserfamilie kein männlicher Thronfolger das Licht der Welt erblickt.

In Medienberichten hatte es zuletzt geheißen, Termin sei der 6. September und die Geburt solle aus gesundheitlichen Gründen per Kaiserschnitt erfolgen. Bereits zuvor hatte das Haushofamt mitgeteilt, dass Komplikationen während der Schwangerschaft der 39-Jährigen einen operativen Eingriff vermutlich notwendig machen würden. Ob das Baby tatsächlich ein Junge wird, ist unklar. Kiko und ihr Mann Prinz Akishino wollten sich vom Geschlecht ihres Kindes überraschen lassen, hieß es von offizieller Seite. Das Paar hat bereits zwei Töchter.

Die Nachricht über Kikos Schwangerschaft hatte Hoffnungen auf einen männlichen Thronfolger geweckt. Danach waren Pläne auf Eis gelegt worden, auch Mädchen Anspruch auf die Thronfolge einzuräumen. Eine Änderung hätte den Weg freigemacht für die vierjährige Prinzessin Aiko. Sie ist die Tochter von Kronprinz Naruhito und seiner Frau Masako.

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