Hohe Baukosten
Limburger Staatsanwaltschaft prüft Untreueverdacht

Zuerst die Protz-Diskussion, dann ein Strafbefehl wegen Falschaussage und jetzt der Untreueverdacht: Die Limburger Staatsanwaltschaft nimmt die Kostenexplosion beim Bau des Bischofssitzes unter die Lupe.
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Limburg/DüsseldorfNach dem Eingang mehrerer Strafanzeigen gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst geht die Staatsanwaltschaft Limburg einem Untreueverdacht im Zusammenhang mit der Kostenexplosion beim Bau des Bischofssitzes in Limburg nach. „Wir prüfen den konkreten Anfangsverdacht der Untreue“, bestätigte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag einen Vorabbericht des „Wiesbadener Kuriers“.

Dem Sprecher zufolge gingen seit Mittwoch insgesamt vier Strafanzeigen gegen Tebartz-van Elst bei der Staatsanwaltschaft ein. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass die Kosten für den Bau des Bischofssitzes in Limburg auf mindestens 31 Millionen Euro gestiegen sind. Ursprünglich war ein einstelliger Millionenbetrag veranschlagt worden. Tebartz-van Elst steht daher wegen Verschwendungsvorwürfen in der Kritik.

Für den 53-Jährigen wird die Luft immer dünner: Aus der zunächst moralischen Diskussion über die Verhältnismäßigkeit der Baukosten für seine Residenz hat sich inzwischen eine juristische Angelegenheit entwickelt. Im Zusammenhang mit einem Indien-Besuch soll der Limburger Bischof falsche eidesstattliche Versicherungen in zwei Fällen abgegeben haben. Deswegen will die Staatsanwaltschaft Hamburg Strafbefehl beantragen.

Auch Robert Zollitsch, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, distanzierte sich öffentlich von Tebartz-van Elst und wird den Fall in Rom mit dem Papst erörtern. Von den Baukosten in Höhe von inzwischen 31 Millionen sei er „genauso überrascht“ wie alle anderen, erklärte er vor Pressevertretern in Berlin.

Die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ legte Tebartz-van Elst nahe, sein Amt zumindest ruhen zu lassen, solange die Ermittlungen laufen. Bisher zumindest zeigte sich Tebartz-van Elst stur und verteidigte in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung die Kosten für den Umbau der Bischofsresidenz. Allmählich verdichten sich aber die Anzeichen, dass seine Absetzung näher rückt – notfalls auf Anordnung des Papstes, dessen demütige Art samt Annäherung an die Armen so gar nicht zu dem Bild passt, das der Limburger Bischof vermittelt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Anis Micijevic ist freier Journalist und schreibt für Handelsblatt Online. Quelle: Armin Dahl / Handelsblatt Online
Anis Micijevic
Handelsblatt / Spätdienst Online + Mobile

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  • Einige Kommentare können nicht von Christen geschrieben sein. Geschmacklos und verkommen. Wo bleiben entsprechende Kommentare ueber unsere (nicht meine gewählte Regierung) Politiker, zu Harz4, verarmte Rentner, Ausbeutung von Blligkraeften, Tafeln für Kinder und hungernde Senioren, Verschwendung von Steuergelder !!!!!! jährlich wird darauf hingewiesen!!!! Nicht zu vergessen Subventionen! Erbärmlich diese einseitige Verurteilung.
    Warum schreien erst jetzt die doch vor Ort Zuständigen?

  • Der ist total durchgeknallt. Wie die Sonnengötter bei den Inka´s. Läuft der noch oder fliegt der schon.

    Während der Papst Enthaltsamkeit predigt und lebt, plündert dieser Pfaffe die Portokasse im Vatikan.

    Wie gut, das Limburg weit weg ist. Ich hätte den Pfaffen schon von der Zinne geschossen. Mit Schmackes !

  • Als ewiger Junggeselle gönnt sich der liebe Herr Bischof ja sonst nichts - warum denn also plötzlich diese Petitessen im Vergleich zum Berliner Flughafen oder der Elbphilharmonie ?

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