Hohe Strafen in Taiwan
Nur vier neue SARS-Infektionen in China

Die Zahl neuer Infektionen mit der lebensgefährlichen Lungenkrankheit SARS hat in China den niedrigsten Stand seit mehr als fünf Wochen erreicht.

HB/dpa PEKING/TAIPEH. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Mittwoch nur vier neue Erkrankungen und vier Tote. In Taiwan kamen 14 neue Infektionen hinzu. Im Kampf gegen SARS ordneten die taiwanesischen Behörden teilweise hohe Strafen für jene an, die andere anstecken, ihre Infektion nicht melden oder sich nicht an andere Vorschriften zur Vorbeugung halten. Die Vollversammlung der Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnete SARS als erste ernste Infektionskrankheit des 21. Jahrhunderts.

SARS sei eine ernsthafte Bedrohung für die Volkswirtschaft, die Versorgung der Bevölkerung und das Funktionieren der Gesundheitssysteme, heißt es in einer Resolution der Vollversammlung. Ebenso sei die Krankheit Grund für großes menschliches Leid. Alle Länder sollten den Kampf gegen SARS und andere Infektionskrankheiten unterstützen.

Drastische Strafen in Taiwan

Angesichts der Anstrengungen Taiwans im Kampf gegen SARS erwartet die WHO, dass sich die Situation in dem Land in den kommen Tagen und Wochen allmählich bessere. Taiwan, das am Mittwoch fünf weitere SARS- Todesfälle verzeichnete, beschloss drastische Strafen. Wer andere ansteckt, muss unter Umständen drei Jahre ins Gefängnis oder bis zu 500 000 Taiwan-Dollar (12 000 Euro) zahlen. Wer seine eigene Erkrankung nicht meldet, kann mit bis zu 150 000 Taiwan-Dollar (3 600 Euro) bestraft werden. All jene, die sich weigern, ihr Fieber messen zu lassen oder einen Mundschutz zu tragen, wo es verlangt wird, müssen mit einer Strafe von 7 500 Taiwan-Dollar (182 Euro) rechnen. Taiwan verzeichnet bislang 610 Sars-Fälle und 81 Tote.

In China sind es bislang 5 323 Erkrankungen und 325 Tote gewesen, davon 2 514 Fälle und 175 Tote in Peking. Für Reisen in China erließ das SARS-Hauptquartier die Anordnung, dass Besucher aus stark betroffenen Regionen jeweils 14 Tage unter besondere Beobachtung genommen werden müssen. Bei der Ankunft müssten sie sich bei den lokalen Behörden registrieren lassen und danach auch täglich Fieber messen. Weltweit hatte die WHO bis Dienstagabend 8 221 SARS-Fälle und 735 Tote registriert.

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