Hollywoodstar starb 80-jährig - Finanziell, vor allem aber seelisch kam Brando dem Ruin nahe
Marlon Brando ist tot

Wenn sein Name fiel, erstarrte Hollywood vor Ehrfurcht. „Der rätselhafte Superstar gilt als Amerikas größter Schauspieler“, konnte man in jeder neuen Auflage der „Movie Encyclopedia“ über Marlon Brando lesen. Am Donnerstag starb der legendäre Schauspieler in einem Krankenhaus in Los Angeles, wie einer seiner Anwälte am Freitag bestätigte. Über seine Todesursache wurde nichts bekannt. Brando war zeitlebens darum bemüht, sein Privatleben für sich zu behalten.

HB LOS ANGELES. Er war die Hollywood-Ikone schlechthin, ein Jahrhundert-Genie. Als Brando weit über 70 war, machte er sich manchmal in „Mort's Palisades Deli“, nicht weit von seinem Haus in Beverly Hills entfernt, einen Scherz. „Frag mal die jungen Mädchen da hinten, ob sie wissen, wer ich bin“, bat er einen Kellner. Natürlich waren sie alle in der Hoffnung gekommen, einen Blick auf den großen Alten zu erheischen, der Kinogeschichte mit unvergesslichen Rollen geschrieben hat.

Brando war 1951 in der Verfilmung von Tennessee Williams „Endstation Sehnsucht“ der brutale Prolet Stanley Kowalski, der die sensible Schwester seiner Frau vergewaltigt und in den Wahnsinn treibt. Er war in „Faust im Nacken“ 1954 der verzweifelt aufbegehrende junge Arbeiter Terry Malloy. „Wenn es in der Geschichte des amerikanischen Films eine bessere Leistung als diese gibt, so kenne ich sie nicht“, sagte Regisseur Elia Kazan. Die Rolle brachte ihm seinen ersten Oscar.

Ganz und gar Brando war er, als er seinen zweiten Oscar ausschlug.

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