Houston evakuiert
„Rita“ wird zum Monster-Hurrikan

"Rita" wird immer bedohlicher: Meteorologen stuften den Hurrikan jetzt in die höchste Kategorie Fünf ein. Der Sturm ist damit noch stärker als "Katrina". Den Vorhersagen zufolge trifft „Rita“ am Freitag oder Samstag im US-Bundesstaat Texas auf die Küste. Aus Furcht vor den Auswirkungen wird jetzt sogar die Millionen-Stadt Houston evakuiert.

HB HOUSTON. Nach Meldungen über ein Erstarken des Hurrikans „Rita“ vor der US-Golf-Küste sind rund eine Million Einwohner der Stadt Houston aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. Bewohner der tiefer gelegenen Gebiete sollten die texanische Stadt am Donnerstag verlassen, erklärte Bürgermeister Bill White.

Der Hurrikan „Rita“, der voraussichtlich am Wochenende in Texas auf das amerikanische Festland treffen wird, hatte sich zuletzt zu einem Hurrikan der stärksten Kategorie entwickelt. Damit hat er nochmerh Macht als „Katrina“, die vor drei Wochen den östlichen Teil der Golf-Küste mitsamt der US-Metropole New Orleans weitgehend verwüstet hatte.

Experten sorgen sich zudem um die ökonomischen Auswirkungen des Wirbelsturms. „Rita“ hat die Ölpreise am Mittwoch nach der leichten Entspannung vom Vortag wieder in die Höhe getrieben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl der Sorte WTI kletterte zeitweise auf über 68 US-Dollar, bis er nach Bekanntgabe der amerikanischen Lagerbestände wieder sank. Demnach sind die amerikanischen Rohölvorräte in der abgelaufenen Woche zwar gesunken, die Benzinreserven aber deutlich gestiegen. Am Nachmittag kostete US-Öl dann 67,30 Dollar, das waren immer noch 1,07 Dollar mehr als bei Handelsschluss am Dienstag.

Der Hurrikan könnte an den texanischen Ölanlagen nach Ansicht von Experten erhebliche Schäden verursachen. Entlang der texanischen Küste haben sich rund ein Viertel der US-Raffinerien angesiedelt. Der Hurrikan „Katrina“ hatte bereits etwa zehn Prozent der US-Raffinerien lahm gelegt. Etwa die Hälfte davon sind immer noch außer Betrieb. Das hatte bereits zu einem deutlichen Anziehen der Preise geführt.

Fotostrecke: Hurrikan „Rita“

Der neue Hurrikan bedeutet auch für die Förderinseln im Golf von Mexiko Gefahr. Mehrere Mineralölgesellschaften wie BP und Royal Dutch Shell haben mit der Evakuierung begonnen. BP habe bisher etwa die Hälfte der auf den Installationen beschäftigten 1500 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht, teilte das Unternehmen am mit.

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