Hunderte Millionen Euro: So teuer ist die Suche nach Flug MH370

Hunderte Millionen Euro
So teuer ist die Suche nach Flug MH370

Einen Monat ist Flug MH370 bereits verschwunden, wirkliche Erfolge hat die Fahndung nach der Maschine der Malaysian Airlines noch nicht gebracht. Die Kosten für die Suche explodieren dagegen in ungeahntem Ausmaß.
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SydneyDie Suche nach dem Flugzeug MH370 der Malaysian Airlines wird die teuerste in der Geschichte der Luftfahrt werden. Einen Monat, nachdem das Flugzeug verschwunden ist, hat die Suche bereits weit mehr 44 Millionen US-Dollar (32 Millionen Euro) verschlungen. Mit 44 Millionen Dollar sind bereits die Kosten erreicht, die die zweijährige Suche nach dem 2009 abgestürzten Air France-Flugzeug AF447 gekostet hat – die bis dato teuerste Suche, die zwei Jahre gedauert hatte.

Dabei sind die 44 Millionen US-Dollar bereits jetzt sogar nur ein Teil der bereits aufgewendeten Summe. Sämtliche militärische Mittel Großbritanniens, Frankreichs oder Südkoreas sind in der Rechnung noch nicht enthalten, auch die Kosten für zivile Flugzeuge, Unterkunft für die Hunderte von Mann starten Suchteams sowie Analysten weltweit sind damit längst nicht abgedeckt. Experten gehen laut der Nachrichtenagentur Reuters davon aus, dass Summe für die eingesetzten Flugzeuge, Schiffe, U-Boote und Satelliten noch auf mehrere hundert Millionen Euro steigen wird.

Die Hauptlast unter den 26 Nationen, die sich an der Suche beteiligen, trägt bisher Australien, das die Suche nach Wrackteilen und Blackbox im indischen Ozean koordiniert. Die Hälfte der Kosten gehen auf das Konto von Down Under. Alleine der Einsatz der beiden Schiffe „HMAS Success“ der australischen Marine verschlingt pro Tag über 500.000 US-Dollar.

Insgesamt wandern so täglich allein auf die australische Rechnung 800.000 australische Dollar. Australiens Premierminister Tony Abbott beeilte sich derweil zu betonen, dass die Kosten keine Rolle spielten. Sie seien ein Bestandteil der internationalen Verantwortung.

Dennoch könnten die hohen Kosten andere Operationen der australischen Verteidigungskräfte (ADF, Australian Defence Force) beeinträchtigen. Unter anderem gerät langsam aber sicher die australische Regierung unter Druck, Geld an anderer Stelle einzusparen, etwa beim Projekt „Operation Sovereign Borders“, bei dem indonesische Boote mit Asylsuchenden vor Australiens Küste abgefangen werden.

Angus Houston, Air Chief Marshal a. D. und verantwortlich für die von Australien geführte internationale Suche, kündigte an eine Gesamtschätzung der Kosten zu einem späteren Zeitpunkt geben zu wollen. „Es ist eine Menge Geld“, sagte er.

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