Hunderte Tote - "Enormes Chaos vor Ort"
Zugkatastrophe: Funke löste Explosion aus

Das Explosions-Inferno bei der nordkoreanischen Bahn hat nach offiziellen Angaben aus dem Land mehrere hundert Menschen in den Tod gerissen und tausende verletzt. Das berichtete das nordkoreanische Außenministerium am Freitag dem britischen Botschafter in der Haupstadt Pjöngjang. Zwei Dynamit- Waggons waren gegen ein Stromkabel gerollt und explodiert. Dabei wurden tausende Wohnungen und Häuser der Industriestadt Ryongchon zerstört.

HB SEOUL/PEKING/LONDON. Das Rote Kreuz warnt nun vor einer völlig unzureichenden Versorgung der Verletzten in dem verarmten Land. Erst an diesem Samstag, zwei Tage nach dem Unglück, sollten internationale Helfer zur Unglücksstelle fahren können.

Vertreter Nordkoreas sagten dem schwedischen Botschafter in Pjöngjang, Paul Beijer, die Explosion des Sprengstoffes sei durch einen Funken ausgelöst worden, als die Waggons mit einem Stromkabel in Berührung kamen. Der Sprengstoff sei für den Tunnelbau bestimmt gewesen, sagte Beijer dem Nachrichtensender CNN.

Einen Tag nach dem Inferno lüftete das von der Außenwelt abgeschottete Nordkorea am Freitag nach und nach den Mantel des Schweigens. Dem britischen Botschafter teilten Vertreter des Landes mit, dass mehrere hundert Menschen getötet und mehrere tausend verletzt worden seien. Zunächst hatte das nordkoreanische Rote Kreuz von 54 Toten berichtet. Die irische Hilfsorganisation „Concern“ sprach von 150 Toten. Nach Einschätzung des Rot-Kreuz-Sprechers in Peking, John Sparrow, liegt noch „eine beträchtliche Zahl von Opfern unter den Trümmern“.

„Es herrscht enormes Chaos vor Ort“, sagte Sparrow. Auch einen Tag nach dem Unglück war das Feuer in der Industriestadt nach BBC- Berichten noch nicht gelöscht. Der britische Fernsehsender zeigte Satellitenbilder, auf denen riesige Rauchwolken über Ryongchon zu sehen waren.

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