Hurrikan hinterlässt viel Arbeit, kein Desaster
Zerstörungen nach „Gustav“ geringer als befürchtet

Offenbar hat der Hurrikan Gustav im Süden der USA nur moderate Schäden angerichtet. Zehntausende Menschen arbeiten mit Hochdruck daran, die Stromversorgung wieder herzustellen, die Straßen frei zu machen die Versorgung mit Lebensmitteln und Benzin zu sichern. Die Ölindustrie liegt noch still, aber der Ölpreis gibt immer weiter nach.

HOUSTON. Sechs Menschen waren bei dem Wirbelsturm Hurrikan getötet worden, die Stromversorgung ist zusammengebrochen, einige Teile Louisianas stehen unter Wasser, die Reparaturen kosten einige Milliarden Dollar - aber es hätte alles noch viel schlimmer kommen können. Das auf die Berechnung von Katastrophenschäden spezialisierte Institut EQECAT korrelierte erste Schadenschätzungen gar nach unten. Demnach dürften die Forderungen an Versicherungen für Schäden auf dem US-Festland nun zwischen drei und sieben Milliarden Dollar betragen, teilte das Institut mit. Am Vortag hatte es noch mit Schäden von bis zu zehn Milliarden Dollar gerechnet.

Fast zwei Millionen Amerikaner, die vor dem Hurrikan geflüchtet waren, warten auf Erlaubnis zur Heimkehr. Wie die Behörden in den betroffenen Regionen an der US-Golfküste erklärten, solle aber zunächst die Stromversorgung und das Abwassersystem wieder in Ordnung gebracht werden.

"Gustav" hatte am Montag das Festland westlich von New Orleans erreicht. Auf seinem Weg über den Süden der USA verlor der Sturm am Dienstag weiter an Kraft. Im Gegensatz zu den 1 800 Toten und massiven Plünderungen nach Hurrikan Katrina vor drei Jahren gab es nach offiziellen Angaben sechs Tote und zwei Festnahmen. Allerdings haben die US-Behörden schon die nächste potenzielle Katastrophe im Blick: Der Tropensturm Hanna forderte bereits in der Karibik rund 20 Opfer und könnte am Wochenende auf Florida treffen.

Auch die seit dem verheerenden Hurrikan Katrina vor drei Jahren erst teilweise wieder aufgebauten und verstärkten Deiche hielten zum größten Teil den Belastungen statt. Nur im Plaquemines Parish, einem Stadtviertel von New Orleans, war ein privater Deich teilweise gebrochen und hatte Wasser hereingelassen.

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