Hurrikan-Katastrophe
Deutsche Hilfe für die USA angelaufen

Die von der Bundesregierung zugesagte deutsche Katastrophenhilfe für die USA ist mit ersten Transporten am Wochenende angelaufen. rgab US-Botschafter William Timken übergab Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier eine Liste der benötigten Hilfen. Nach Angaben von Regierungssprecher Thomas Steg forderten die USA insbesondere Logistik-Spezialisten, Pumpen, Trinkwasser und Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Generatoren, Notunterkünfte, Decken und medizinische Hilfe an.

HB BERLIN. Die Bundesregierung transportierte am Samstag und Sonntag mit zwei Airbus-Maschinen der Bundeswehr insgesamt 25 Tonnen Essensrationen. Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier bot auch die Entsendung eines Lazarettschiffs und von Such- und Bergungsteams an. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) schickte die ersten von sieben Experten für Katastrophen-Logistik in den vom Hurrikan „Katrina“ verwüsteten Bundesstaat Louisiana. Ein Erkundungsteam des Technischen Hilfswerks (THW) wartete am Sonntag eine Abflug-Freigabe.

Am Samstag waren auf einem Bundeswehr-Routineflug freie Kapazitäten ausgenutzt und zehn Tonnen Einmann-Essensrationen nach Florida transportiert worden, am Sonntag folgte dann eine Sondermaschine mit weiteren 15 Tonnen. Von einem Stützpunkt, auf dem sich deutsche Soldaten zu Ausbildungszwecken aufhielten, würden die Rationen in das nahe gelegene Krisengebiet gebracht, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Insgesamt handele es sich um 14.000 Essensrationen. Die erste Lieferung sei von der US-Katastrophenbehörde gerne angenommen worden, so dass eine weitere Ladung angefragt worden sei. Die Bundeswehr stelle sich auf weitere Hilfsflüge ein.

Die Bundesregierung kündigte am Wochenende auch die Entsendung von Spezialisten des Technischen Hilfswerks (THW) in die Katastrophengebiete am Golf von Mexiko an, um den Bedarf deutscher Hilfen zu erkunden. Das Team soll sicher stellen, dass die von den USA gewünschten deutschen Hilfen ohne Zeitverzug anlaufen können. Nach Angaben eines THW-Sprechers standen die vier THW-Mitarbeiter und ein Arzt der Johanniter-Unfall-Hilfe seit Samstag zum Abflug bereit.

Steinmeier verwies in dem Gespräch mit Timken darauf, dass ein schneller Abruf der Hilfsangebote nötig sei. Das betreffe insbesondere die Logistik-Spezialisten und Impf-Teams sowie das Lazarettschiff, die Such- und Bergungstrupps sowie die Trinkwasseraufbereitungsanlagen.

Das Deutsche Rote Kreuz schickt sieben Experten für Katastrophen-Logistik in den verwüsteten Bundesstaat Louisiana. Die Fachleute würden das Amerikanische Rote Kreuz bei der Versorgung der Katastrophen-Opfer mit Unterkunft, Wasser und Nahrungsmitteln unterstützen, teilte das DRK in Berlin mit. Die deutschen Helfer würden in die Hauptstadt des Bundesstaates, Baton Rouge, fliegen. Dort hatten Zehntausende Bewohner von New Orleans Zuflucht vor dem Hurrikan gesucht und sitzen nun nach der völligen Überschwemmung ihrer Stadt fest. Zwei Experten seien bereits am Sonntag gestartet, zwei weitere würden Montag Früh folgen. Drei in Lateinamerika

eingesetzte Helfer würden von dort aus in die USA fliegen.

Durch den Hurrikan sind weite Landstriche der US-Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama verwüstet. Millionen Menschen sind obdachlos und in Auffangzentren gebracht worden. Tausende starben bislang.

Bei der „Aktion Deutschland hilft“ gingen bis zum Wochenende Spenden von rund 16 000 Euro für die Opfer ein. Diese Summe sei für den Anfang recht gut, zitierte das „Handelsblatt“ (Montagausgabe) eine Sprecherin der Aktion. Auch bei der Tsunami-Katastrophe Ende vergangenen Jahres sei die Hilfe erst schleppend angelaufen.

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